
Aufrüstung in Deutschland: Die neue Abwehrbereitschaft
Aufrüstung in Deutschland : Die neue Abwehrbereitschaft Von Johannes Winterhagen , Stephan Finsterbusch 04.05.2026, 21:43 Lesezeit: 5 Min. Bildbeschreibung ausklappen Ein Ausbilder des Kommando Spezialkräfte (KSK)...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Aufrüstung in Deutschland : Die neue Abwehrbereitschaft Von Johannes Winterhagen , Stephan Finsterbusch 04. 2026, 21:43 Lesezeit: 5 Min. Bildbeschreibung ausklappen Ein Ausbilder des Kommando Spezialkräfte (KSK) demonstriert in Calw ein G95-Gewehr von Heckler & Koch.
dpa Die deutsche Verteidigungsindustrie fristete lange ein Schattendasein, aber inzwischen rückt sie ins Zentrum des Geschehens. Berlin und Brüssel reagieren auf die veränderte weltpolitische Lage eher langsam. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Jürgen Fleischer macht sich auf eine Mission.
Die Einzelheiten
Er fährt mit einem kleinen Team von Mitarbeitern durch Baden-Württemberg und sieht sich zahlreiche Betriebe an. Sein Ziel: „Wir schauen hier, welche Möglichkeiten bislang zivil ausgerichtete Firmen haben, eventuell auf Rüstung umzuschwenken. “ Der Anstoß dazu kam aus der Staatskanzlei in Stuttgart.
Bis Ende des Jahres soll ein Überblick vorliegen. Fleischer, der die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik leitet, spricht von Zwängen und Notwendigkeiten, neuen Dual-Use-geprägten Ansätzen der Industrie und einem Leitfaden. Der Maschinenbau-Professor am prestigeträchtigen Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sagt, die politische Großwetterlage werde schwierig und die Bedrohung wachse.
„Wir sind immer noch im Frieden, immer noch im Normal- und nicht im Bündnis-, Spannungs- oder gar Verteidigungsfall. “ Man habe aber das Gefühl, dass sich das gerade ändere. „Wir müssen daher auf alles vorbereitet sein.
Was Experten sagen
“ Die Bürokratien in Brüssel und Berlin sind allerdings komplex und langsam. So gehe man im deutschen Südwesten nun einfach mal voran. Tausende namhafte Industriebetriebe „Müssen auf alles vorbereitet sein“: Jürgen Fleischer, Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) wbk Karlsruhe Baden-Württemberg ist mit den Großräumen Stuttgart und Bodensee seit langer Zeit ein Zentrum der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.
Darüber hinaus hat es rund 4000 namhafte Industriebetriebe. Viele von ihnen sind spezialisiert; viele sind mit ihren Produkten und Diensten auf kleinen, attraktiven und wichtigen Märkten tätig; und viele sind führend in der Welt. Hidden Champions; versteckte Weltmarktführer.
Einige von ihnen sind seit Jahrzehnten in der Rüstungsindustrie involviert. Andere schlossen diese Kundschaft für sich bislang aus. Das ändere sich derzeit, sagt Fleischer.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





