
Autoindustrie meldet schlechte Stimmung und fehlende Vorprodukte
Ifo-Umfrage Autoindustrie meldet schlechte Stimmung und fehlende Vorprodukte Donald Trumps neue Zollankündigung trifft auf eine ohnehin pessimistische deutsche Autoindustrie, wie eine Ifo-Umfrage zeigt. Hinzu kommt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ifo-Umfrage Autoindustrie meldet schlechte Stimmung und fehlende Vorprodukte Donald Trumps neue Zollankündigung trifft auf eine ohnehin pessimistische deutsche Autoindustrie, wie eine Ifo-Umfrage zeigt. Hinzu kommt Materialknappheit infolge des Irankriegs. 31 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Mitarbeiter bei Volkswagen Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa Mit der Ankündigung von höheren Zöllen auf Autos aus der EU hat Donald Trump der deutschen Wirtschaft erneut einen Schlag versetzt. Eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts zeigt, dass sich die Stimmung in der Automobilindustrie hierzulande schon vor Trumps neuer Strafaktion verschlechtert hat.
Die Einzelheiten
Das Barometer fiel im April auf minus 23,8 Punkte, von minus 19,0 Zählern im März, wie das Ifo-Institut mitteilte. Die Unternehmen bewerteten zwar ihre aktuelle Geschäftslage besser, blicken aber erheblich pessimistischer auf die kommenden Monate. Das Barometer für die Geschäftserwartungen fiel auf minus 30,7 Punkte, von minus 15,3 Punkten im März.
»Die Automobilindustrie schafft es nicht aus der Krise heraus«, erklärte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. Mehr zum Thema Kanzler in der ARD: Merz schlägt im Streit mit Trump mildere Töne an Handelskonflikt: Trump provoziert, Europa zögert – der transatlantische Zoll-Teufelskreis Von Alexander Demling und Benedikt Müller-Arnold »Die Irankrise belastet die ohnehin geschwächte Autoindustrie zusätzlich«, sagte Wölfl. Denn in der Branche machten sich erste Anzeichen von Materialknappheit bemerkbar.
Helium wird knapp Bei 9,3 Prozent der Unternehmen fehlten im April wichtige Vorprodukte, im März waren es noch knapp ein Prozent. »Die Irankrise beeinträchtigt etwa die Produktion und Lieferung von Helium«, sagt Wölfl. Dieses Edelgas sei direkt und indirekt für die Automobilproduktion wichtig.
Was Experten sagen
Helium wird zum Beispiel in der Chipproduktion, für Airbags, bei der Metallbearbeitung und der Leckortung von Batterien verwendet. Die EU bezieht mit etwa 40 Prozent einen bedeutenden Anteil ihres Heliumbedarfs aus Katar, verwies das Ifo-Institut auf Daten der Deutschen Rohstoffagentur. Sorge vor Kaufzurückhaltung Die Forscher verwiesen zudem auf indirekte Wirkungen aus der Irankrise , die sich in den gesunkenen Geschäftserwartungen niederschlagen würden: Die generelle Unsicherheit bei Unternehmen und Haushalten steigt.
»Zusammen mit den hohen Energiepreisen könnte dies für Kaufzurückhaltung beim Kauf von Neuwagen sorgen«, so das Ifo-Institut. Mehr zum Thema Strukturkrise trifft auf Irankrieg: Handwerk warnt vor sinkenden Aufträgen und Nachschubproblemen Schwarz-rote Reformen: Warum Steuererhöhungen unumgänglich sind (irgendwann jedenfalls) Eine Kolumne von Henrik Müller Seit Freitag kommt ein neuer Belastungsfaktor hinzu.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





