
Autonome Traktoren: Ein Ross ohne Reiter
Autonome Traktoren : Ein Ross ohne Reiter Von Julia Fietz 04.05.2026, 09:48 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Langer Atem: Der Traktor allein wird niemals müde. Nur tanken, das müsste er wohl ab und zu. Fendt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Autonome Traktoren : Ein Ross ohne Reiter Von Julia Fietz 04. 2026, 09:48 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Langer Atem: Der Traktor allein wird niemals müde.
Nur tanken, das müsste er wohl ab und zu. Fendt In Zukunft könnten fahrerlose Traktoren und andere Landtechnik die Felder beackern. Hersteller Fendt strebt autonome Traktoren an.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Während der Erntezeit im Sommer bekommen Landwirte wenig Schlaf. Zwölfstündige Arbeitstage auf dem Mähdrescher und Traktor sind keine Ausnahme, sondern die Regel. Effizienz ist geboten und zieht die üblichen industriellen Schlagworte nach sich: Automatisierung, Digitalisierung und Autonomisierung.
Landtechnikhersteller Fendt reagiert darauf und entwickelt auf Hochtouren. Bald sollen autonom fahrende Traktoren in Teilbereichen der Landwirtschaft Realität werden. Bisher fahren fahrerlose Traktoren jedoch nur in Nordamerika über die Felder.
Das Allgäuer Unternehmen Fendt gehört zum AGCO-Konzern, seine Geschichte beginnt schon 1930 mit dem ersten Traktormodell namens Dieselross. Heute beschäftigt es allein am Standort Marktoberdorf fast 5000 Mitarbeiter, davon 700 Ingenieure in der Abteilung für Forschung und Entwicklung. Diese beschäftigen sich von alternativen Antriebsmöglichkeiten über bestehende Softwaresysteme für teilautomatisiertes Arbeiten im Ackerbau bis hin zu autonomen Feldrobotern.
Was Experten sagen
Konzernschwester PTx hat ein Nachrüstpaket für Traktoren entwickelt, die im Mähdrusch zum Einsatz kommen sollen. Die Idee ist nicht neu, auch Marktbegleiter John Deere entwickelte bereits einen autonom fahrenden Traktor. Der Landwirt muss nur noch beobachten Rund 876.
000 Menschen arbeiteten 2023 laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamts auf 255. 000 Höfen in Deutschland. Die Zahl der Saison- und Familienarbeitskräfte geht zurück, das Statistische Bundesamt bezifferte die Einbußen zuletzt auf sieben Prozent.
Was kurzfristig nicht dramatisch aussieht, wird langfristig zum Problem. Wer keinen Nachwuchs findet, muss bei den Feldarbeiten auf dringend notwendige helfende Hände verzichten. Auch wenn das Nervenkostüm eines Landwirts stabil sein muss – Druck von allen Seiten, Weltpolitik, Wetter, Investitionen – und die Motivation hoch ist, alles kann er nicht allein machen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





