
Beförderungsstopp: Pistorius lässt einen Halt einlegen
Beförderungsstopp : Pistorius lässt einen Halt einlegen Ein Kommentar von Stephan Löwenstein 19.05.2026, 07:15Lesezeit: 2 Min. Karrierecenter der Bundeswehr in Erfurt. Der Kamerad rechts hat es bereits zum...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Beförderungsstopp : Pistorius lässt einen Halt einlegen Ein Kommentar von Stephan Löwenstein 19. 2026, 07:15Lesezeit: 2 Min. Karrierecenter der Bundeswehr in Erfurt.
Der Kamerad rechts hat es bereits zum Stabsfeldwebel gebracht. Picture AllianceEs geht nur um eine Beförderungspause in einer Laufbahngruppe. Aber die Unruhe reicht tief in die Bundeswehr hinein ‒ auch wegen einer seltsamen Kommunikation.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In der Bundeswehr gibt es den Begriff „Ordnungshalt“. Ursprünglich bedeutet er, dass auf einem Marsch einer größeren Truppe befohlen wird, anzuhalten, um Vollzähligkeit, Abstände und Reihenfolge zu überprüfen. Der Generalinspekteur hat ihn jetzt gebraucht, um einen Beförderungsstopp anzukündigen.
Er gilt nur für Soldaten einer bestimmten Laufbahngruppe. Aber er hat in der Bundeswehr insgesamt einige Unruhe verursacht. ) wurde am Wochenende (!
) mitgeteilt, dass Hauptfeldwebel vom 1. Juli an vorerst nicht befördert werden. Umsetzung einer RechtsprechungIn der Sache handelt es sich nicht um eine Laune des Verteidigungsministeriums.
Was Experten sagen
Minister Pistorius setzt eine Rechtsprechung durch, wonach eine Beförderung nicht, wie bislang in der Dienstvorschrift vorgesehen, allein an eine Mindestdienstzeit gekoppelt werden darf. Sie muss nach Eignung, Leistung und Befähigung gehen. Im konkreten Fall ging es um die Beförderung vom Hauptfeldwebel zum Stabsfeldwebel nach 16 Jahren Dienst.
Seltsam genug, dass es dafür mehrerer Urteile bedurfte (das erste schon 2004, das jüngste im Juli 2025). Noch seltsamer, dass es danach noch so lange bis zur Umsetzung dauerte und die dann nicht mit einem Plan, sondern einem Halt beginnt. Am seltsamsten die Art, wie die Sache kommuniziert wurde.
Da braucht wohl auch die Führungsriege mal einen Ordnungshalt. Der Eindruck lässt sich nicht von der Hand weisen, dass bisher kein Minister sich daran die Finger verbrennen mochte. Obwohl es sich um eine sehr spezielle Frage handelt, wird sie nicht nur in der Laufbahngruppe der Unteroffiziere mit Portepee beäugt, um die es hier konkret geht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





