
Besuch in China: Trump könnte es Peking schwerer machen
Besuch in China : Trump könnte es Peking schwerer machen Ein Kommentar von Sara Wagener 14.05.2026, 15:52Lesezeit: 2 Min. Xi Jinping und Donald Trump beim Staatsbankett in der Großen Halle des Volkes am 14. MaiAFPDer...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Besuch in China : Trump könnte es Peking schwerer machen Ein Kommentar von Sara Wagener 14. 2026, 15:52Lesezeit: 2 Min. Xi Jinping und Donald Trump beim Staatsbankett in der Großen Halle des Volkes am 14.
MaiAFPDer US-Präsident dürfte mit dem Verlauf seiner Chinareise zufrieden sein. Er verkennt, dass Xi Jinping den größeren Nutzen zieht. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Donald Trump wird bei seiner Abreise aus China fast alles im Gepäck haben, was er sich von dem Besuch erhofft hatte.
Die Einzelheiten
Die Gastgeber bauchpinselten ihn mit einem großen Empfang inklusive Ehrengarde und jubelnden Kindern, Videos davon postete Trump direkt in seinem – in China eigentlich gesperrten – sozialen Netzwerk. Weitere schöne Bilder nimmt Trump vom Himmelstempel mit, den Xi Jinping mit ihm besuchte. Mögliche Handelsdeals wird Trump ebenfalls als Gewinn verbuchen.
Für die Lösung von Amerikas wahren Problemen nimmt er dagegen nichts mit. Trump hat in Iran einen Krieg angefangen, der ihm entgleitet. Er fordert Chinas Hilfe bei der Beendigung, was für den Oberbefehlshaber des größten Militärs der Welt schon peinlich genug ist.
Und China kommt ihm bei dieser Forderung kein Stück entgegen, mit Xi kann er sich nur darauf einigen, dass die Straße von Hormus offen bleiben müsse. Das entspricht chinesischen Interessen, Öl über die Meerenge zu bekommen, erweckt aber keinerlei Anschein, dass China im Sinne Trumps aktiv werden könnte. Die Partner werden Amerikas Schweigen zu Taiwan hörenAuch an den abnehmenden Einflussmöglichkeiten der Vereinigten Staaten auf internationaler Bühne wird der Besuch nichts ändern.
Was Experten sagen
Trump vergrault Amerikas traditionelle Verbündete, wenn er etwa mit der Übernahme Grönlands droht oder ihre Hilfe im Irankrieg fordert. Er sucht lieber die Nähe zu mächtigen Autokraten wie Xi. Trump mag glauben, dass der Glanz von dessen Stärke auf ihn abstrahlt, aber er verkennt, dass China die Reise nutzt, um die eigene Macht zu mehren.
So sprach Xi gezielt Taiwan an und warnte davor, dass Amerikas Unterstützung für die Inselrepublik zu einem Konflikt mit China führen könnte. Vom Weißen Haus war dagegen nichts zu Taiwan zu hören. Das muss in Taipeh für Unruhe sorgen, wo man auf Waffenlieferungen aus den USA wartet.
Und auch andere Partner in der Region werden das fehlende Bekenntnis zu Taiwan deutlich hören.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





