
Biennale-Pavillon: Nun ist die russische Staatskultur bis nach Venedig vorgestoßen
Biennale-Pavillon : Nun ist die russische Staatskultur bis nach Venedig vorgestoßen Von Nikolai Klimeniouk 03.05.2026, 12:06 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Wird hier Politik gemacht? Der russische Pavillon...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Biennale-Pavillon : Nun ist die russische Staatskultur bis nach Venedig vorgestoßen Von Nikolai Klimeniouk 03. 2026, 12:06 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Wird hier Politik gemacht?
Der russische Pavillon in Venedig im März 2026 Imago Moskau hat immer klar gemacht, dass es Kunst für politische Zwecke nutzt. Dennoch wird es in diesem Jahr wieder einen russischen Pavillon auf der Biennale in Venedig geben. Wie konnte das gelingen?
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Zum ersten Mal seit Beginn der Invasion in die Ukraine nimmt Russland wieder an der Venedig Biennale teil. Im Jahr 2022 erklärte einer der einflussreichsten Kulturfunktionäre des Landes, der Eremitage-Direktor Michail Piotrowski, russische Kulturschaffende seien „Militaristen“ und „Anhänger des Imperiums“, jede russische Ausstellung im Ausland eine Art „Spezialoperation“. Nun ist die russische Staatskultur bis nach Venedig vorgestoßen.
Dass Russland in diesem Jahr vertreten ist, wurde am 4. März bekannt, als die Biennale die Liste der teilnehmenden Länder veröffentlichte und damit sofort einen Skandal auslöste. Bereits tags darauf distanzierte sich Italiens Kulturministerium von der Entscheidung der Biennale-Leitung.
Ministerpräsidentin Meloni stellte klar, dass die Regierung gegen die Präsenz Russlands sei. Die EU drohte mit dem Entzug von Fördergeldern, und Kulturminister Giuli kündigte an, der Eröffnung am 9. Auch seine Kolleginnen aus Finnland und Lettland sowie der EU-Kommissar für Kultur wollten den Auftakt boykottieren.
Was Experten sagen
Aber es wird, wie nun bekannt wurde, gar keine Eröffnungszeremonie geben. Verbindungen zu Putin Die Ukraine hat fünf am russischen Pavillon beteiligte Personen sanktioniert, darunter die Kommissarin Anastasia Karneeva. Deren Verbindung mit dem Pavillon reicht bis ins Jahr 2019 zurück.
Seine Steuerung wurde neu organisiert, mit dem Ziel, Russlands Einfluss in der zeitgenössischen Kunst auszubauen und Goldene Löwen zu gewinnen. Die operative Kontrolle ging an die Firma Smart Art, die Karneeva gemeinsam mit der Tochter des russischen Außenministers, Jekaterina Winokurowa, gegründet hatte. Karneeva selbst ist Tochter des Vizechefs des staatlichen Rüstungskonzerns Rostec, dessen Chef Sergej Tschemesow zu den engsten Vertrauten Putins gehört.
Zur Kommissarin wurde damals Teresa Iarocci Mavica ernannt, die Leiterin des V- C-Fonds des Oligarchen Leonid Michelson, der den russischen Pavillon finanzieren sollte. Das Vorhaben konnte wegen der Covid-Pandemie erst nicht umgesetzt werden, dann folgte die Invasion. Michelson steht wegen seiner Nähe zum Kreml auf Sanktionslisten der USA, Großbritanniens und Kanadas.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





