
Biontech: Experte warnt nach Biontech-Rückzug vor Versorgungsengpässen im Krisenfall
Angekündigte Standortschließungen Experte warnt nach Biontech-Rückzug vor Versorgungsengpässen Der Bund müsse prüfen, ob auch ohne die Standorte des Pharmaunternehmens noch genügend Impfstoff produziert werden könne,...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Angekündigte Standortschließungen Experte warnt nach Biontech-Rückzug vor Versorgungsengpässen Der Bund müsse prüfen, ob auch ohne die Standorte des Pharmaunternehmens noch genügend Impfstoff produziert werden könne, fordert Sebastian Dullien. Im Zweifelsfall brauche es Subventionen. 05 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Aufnahme aus einem Biontech-Labor im Oktober 2022 Foto: Andre Pain / Kann Deutschland im Notfall genug Impfstoff produzieren – trotz des Aus der Biontech-Standorte? Das solle die Bundesregierung klären, mahnt der Ökonom Sebastian Dullien vom gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK).
Die Einzelheiten
»Wir haben in der Covid-Pandemie gesehen, dass eine rein betriebswirtschaftliche Wahl von Produktionsstätten für Impfstoffe im Krisenfall zu Versorgungsengpässen führen kann«, sagt Dullien. Biontech hatte am Dienstag angekündigt, fast alle heimischen Produktionsstandorte zu schließen. Bis zu 1860 Stellen sollen gestrichen werden, die Covid-Impfstoffherstellung wird komplett an den US-Partner Pfizer übertragen.
»Grundsätzlich stellt sich hier die Frage, ob die Einzelentscheidungen von Unternehmen die Resilienzanforderungen Deutschlands ausreichend berücksichtigen«, sagt der Ökonom Dullien. Im Laufe des Jahres beabsichtigt das Unternehmen, die letzten Chargen des Covid-Impfstoffes in Deutschland herzustellen. Das Unternehmen schließt im Zuge des Umbaus seine Werke in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie die Standorte des übernommenen Tübinger Rivalen Curevac.
In Deutschland bleiben neben dem Hauptsitz in Mainz nur noch die Bürostandorte Berlin und München erhalten. Die Schließungen sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Mehr zum Thema Uğur Şahin und Özlem Türeci: Die beiden Biontech-Gründer treten ab – was sie mitnehmen, ist beträchtlich Von Martin U.
Was Experten sagen
Müller Die Bundesregierung sollte daher prüfen, ob auch ohne die Biontech-Produktionsstätten im Krisenfall ausreichend Kapazitäten für Impfstoffe in Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten verfügbar seien, fordert Dullien. »Wenn dies nicht der Fall ist, sollte sie mit industriepolitischen Maßnahmen wie Subventionen oder Buy-European-Vorschriften für die Krankenversicherungen dafür sorgen, dass Produktionskapazitäten für strategische Güter wie Impfstoffe ausreichend in Deutschland und den Nachbarländern vorgehalten werden«. »Deutschlands Impfstoffchampion hat sich verrechnet«: Das Biopharma-Unternehmen Biontech schließt Werke, fast 2000 Jobs sind in Gefahr.
Was wie eine Reaktion auf den Einbruch der Impfnachfrage klingt, ist in Wirklichkeit die Quittung für Jahre verschlafener Entscheidungen. Mehr über die Standortschließung lesen Sie hier .
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





