
Bistum Erfurt: Priester wegen Verdachts sexualisierter Grenzverletzungen freigestellt
Hinweise auf anzügliche Bemerkungen Bistum Erfurt stellt Priester vorläufig frei Es gab Hinweise auf anzügliche Bemerkungen an Jugendliche und offenbar problematische Videos: Das Bistum Erfurt hat einen Pfarrer...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Hinweise auf anzügliche Bemerkungen Bistum Erfurt stellt Priester vorläufig frei Es gab Hinweise auf anzügliche Bemerkungen an Jugendliche und offenbar problematische Videos: Das Bistum Erfurt hat einen Pfarrer vorläufig freigestellt. Auch von finanziellen Unregelmäßigkeiten ist die Rede. 46 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Mariendom in Erfurt (Symbolbild) Foto: Martin Schutt / dpa Das Bistum Erfurt hat einen Pfarrer in der Region Eichsfeld wegen des Verdachts sexualisierter Grenzverletzungen gegenüber Jugendlichen vorläufig vom Dienst freigestellt. Im Zuge einer ohnehin geplanten Versetzung in eine andere Pfarrei seien der Bistumsleitung Hinweise auf anzügliche Bemerkungen des Geistlichen zu Jugendlichen mitgeteilt worden, teilte das Bistum auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.
Die Einzelheiten
Des Weiteren habe die Bistumsleitung Videos mit Auftritten des Pfarrers erhalten, »in denen seine für einen Priester inakzeptable und beschämend vulgär-obszöne Ausdrucksweise dokumentiert ist«. Der Pfarrer befinde sich auf Anordnung von Bischof Ulrich Neymeyr in einer Auszeit. Danach werde entschieden, ob er weiterhin seelsorgerisch tätig sein könne.
Bischof Neymeyr hatte die Kirchengemeinde am Freitag offiziell über die Vorwürfe und die vorläufige Freistellung des Pfarrers informiert. Menschen starteten Petition gegen Versetzung des PriestersDer Geistliche war demnach 20 Jahre in der Pfarrei Lengenfeld unterm Stein tätig und habe in der Gemeinde als sehr beliebt gegolten. Er sollte in den Kreis Sömmerda wechseln.
»Im Bistum Erfurt ist es durchaus üblich, dass Pfarrer nach zehn und mehr Jahren die Stelle wechseln, um anderswo neue Erfahrungen zu sammeln«, heißt es in einer Erklärung des Bistums. Im konkreten Fall spielten laut Bistum aber auch Verdachtsmomente finanzieller Unregelmäßigkeiten eine Rolle. In der neuen Pfarrei hätte der Pfarrer eine Stelle angetreten, in der er keine Entscheidungsgewalt in Finanzfragen gehabt hätte, hieß es.
Was Experten sagen
Nachdem die geplante Versetzung im April bekannt geworden sei, hätten mehrere Hundert Menschen eine Petition für seinen Verbleib unterschrieben, teilte das Bistum mit. Als der Bistumsleitung in diesem Zusammenhang die Vorwürfe von Jugendlichen bekannt geworden seien, sei die Versetzung gestoppt worden. Bistum sieht keine strafrechtliche Relevanz – Jugendamt wohl schonAuch Regionalzeitungen und der MDR berichteten über den Fall .
Nachdem bekannt geworden war, dass der Pfarrer nach Sömmerda versetzt werden sollte, hätten sich Betroffene gemeldet und von mutmaßlichen Übergriffen berichtet, heißt es in einem MDR-Beitrag . Nach Auskunft des Jugendamts sei einer der Vorwürfe strafrechtlich relevant. Dabei gehe es um ein Video, das der Pfarrer einem Betroffenen geschickt haben soll.
Das Video liege Jugendamt und Bistum vor, heißt es in dem MDR-Bericht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





