
Blachas Expedition Lhotse: Diebe am Berg – und ein lebensbedrohliches Risiko
Blachas Expedition Lhotse : Diebe am Berg – und ein lebensbedrohliches Risiko Von Anja Blacha 14.05.2026, 14:56Lesezeit: 23 Min. In solchen Lagern kommt immer mal wieder etwas weg: Je höher man kommt, umso größer ist...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Blachas Expedition Lhotse : Diebe am Berg – und ein lebensbedrohliches Risiko Von Anja Blacha 14. 2026, 14:56Lesezeit: 23 Min. In solchen Lagern kommt immer mal wieder etwas weg: Je höher man kommt, umso größer ist oft das Risiko, sagt Anja Blacha.
Anja BlachaHöhenbergsteigerin Anja Blacha berichtet für die F. von ihrer Expedition zum Lhotse. In der elften Tagebuch-Folge geht es um ungebetene Gäste, gegenseitige Hilfe und Gefahren in großer Höhe.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Anja Blacha ist die erfolgreichste Höhenbergsteigerin Deutschlands. Die Fünfunddreißigjährige, geboren in Bielefeld, hat zwölf der 14 Achttausender erfolgreich ohne Flaschensauerstoff bestiegen. Zur Jahreswende 2019/2020 lief sie über gut 1300 Kilometer allein zum Südpol.
In diesen Tagen ist sie auf dem Weg zum Gipfel des Lhotse, dem der Aufstieg zum 14. Achttausender, der Shishapangma, folgen soll. Ihre Berichte werden an dieser Stelle regelmäßig aktualisiert.
Aufgezeichnet werden sie von Stephanie Geiger. Teil 11: BergdiebeBis zum Bergschrund unterhalb der Lhotse-Flanke in etwa 6700 Meter Höhe mit Stöcken zu gehen, würde Sinn ergeben. Auch Reinhold Messner und Peter Habeler haben 1978 Stöcke benutzt, als sie auf den Mount Everest (8848 Meter) gestiegen sind.
Was Experten sagen
Aber dass der Stock noch an dem Ort steht, an dem man ihn zurückließ, das ist heute Glückssache. Deshalb bin ich ohne unterwegs. An Bergen mit Massendurchlauf wie Manaslu (8163 Meter), Makalu (8485 Meter) und Everest, wo vieles anonym ist, kommt immer wieder mal etwas weg.
Das passiert am Dhaulagiri (8157 Meter) oder Kangchendzönga (8586 Meter) kaum. Mir ist am Kangchendzönga tatsächlich einmal ein Stock abhandengekommen, aber das war in einem Gruppendepot, und ich gehe davon aus, dass er vertauscht wurde, weil viele mit so einem Exemplar unterwegs waren. Besonders gefährdet am Everest sind die Sauerstoffdepots.
Sauerstoff ist teuer, der Transport in 7950 Meter Höhe ins Lager vier aufwendig. Es kann extrem gefährlich sein, wenn man vom Gipfel zurückkommt, auf halbem Weg den hinterlegten Flaschensauerstoff erwartet, dann aber keinen vorfindet, weil er entwendet wurde. Viele Expeditionsteams sichern ihre größeren Sauerstoffdepots mittlerweile mit einem Stahlseil und einem Zahlenschloss.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





