
Boom der Rüstungsbranche: Das Multimilliardengeschäft mit Waffen und Munition
Boom der Rüstungsbranche : Das Multimilliardengeschäft mit Waffen und Munition Von Sven Astheimer Klaus Max Smolka 05.05.2026, 21:10Lesezeit: 5 Min. Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall hat fast zwei...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Boom der Rüstungsbranche : Das Multimilliardengeschäft mit Waffen und Munition Von Sven Astheimer Klaus Max Smolka 05. 2026, 21:10Lesezeit: 5 Min. Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall hat fast zwei Milliarden Euro Umsatz im ersten Quartal gemacht.
Das Unternehmen stellt unter anderem in Kassel den Transportpanzer des Typs Fuchs her. Lucas BäumlEuropa rüstet auf, und das zeigt sich am Kapitalmarkt. Der Branchenindex ist stark gestiegen, Waffenanbieter gehen an die Börse.
Die Einzelheiten
Die nächsten Kandidaten warten schon. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Auch Rheinmetall kann nicht alle Hoffnungen erfüllen. Am Dienstag vermeldete Deutschlands größter Rüstungskonzern, dass der Umsatz im ersten Quartal um 7,7 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro gestiegen ist.
Die Markterwartungen hatten allerdings bei 2,3 Milliarden Euro gelegen. Die Erklärung, das Delta sei vor allem auf Timingeffekte bei den Auslieferungen zurückzuführen, verbunden mit der Zusage, mehr Tempo aufnehmen zu wollen, konnte die Anleger direkt beruhigen. Die Aktie von Rheinmetall lag zum Mittag mit einem Plus von gut vier Prozent an der Spitze des Dax.
Da wird die Tatsache, dass Rheinmetall mittlerweile einen Auftragsbestand von 73 Milliarden Euro vor sich herschiebt, eher als Zeichen einer rosigen Zukunft denn als Risiko in Sachen Kundenzufriedenheit gesehen. Keine Frage: Die hohen Milliardeninvestitionen in Rüstungsgüter in den kommenden Jahren wecken an den Finanzmärkten weiterhin große Begehrlichkeiten. Gerade Deutschland, das in den kommenden Jahren rund 150 Milliarden Euro in die Aufrüstung seiner Streitkräfte stecken wird, rückt dabei in den Fokus von Investoren.
Was Experten sagen
Da stören auch einzelne Quartale nicht, in denen die Erwartungen verfehlt werden. Investoren wollen Substanz sehen„Fundamental hat sich nichts geändert“, sagt Oliver Seiler, Kapitalmarktpartner der Kanzlei Latham & Watkins in Frankfurt, der auch den Panzergetriebespezialisten Renk an die Börse begleitet hat. „Ausländische wie zunehmend auch deutsche Investoren haben weiterhin großes Interesse an möglichen Börsengängen deutscher Defense-Unternehmen.
“ Allerdings sei der Blick genauer geworden, berichtet Seiler. „Investoren wollen die Substanz der Unternehmen sehen. “Diesen Trend bestätigen aktuelle Zahlen.
Ob es um den kumulierten Börsenwert geht, um Start-up-Finanzierung, Übernahmen oder Börsengänge: Die Verteidigungsindustrie spielt in Europa eine Sonderrolle. Die Investmentbank Houlihan Lokey zählt 133 Fusionen und Übernahmen unter Beteiligung europäischer Militärunternehmen im Zeitraum von Januar 2025 bis Anfang April. Die Menge bereitgestellten Risikokapitals ist nach Berechnung der Branchenfachleute sprunghaft gestiegen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





