
Bärbel Bas: Arbeitsministerin will »digitalen Wildwuchs« bei Sozialleistungen abbauen
Arbeitsministerin auf re:publica Bas will »digitalen Wildwuchs« bei Sozialleistungen abbauen Der Sozialstaat soll nicht kleiner werden, »sondern klüger«: Die Bundesarbeitsministerin fordert eine Verbesserung der IT in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Arbeitsministerin auf re:publica Bas will »digitalen Wildwuchs« bei Sozialleistungen abbauen Der Sozialstaat soll nicht kleiner werden, »sondern klüger«: Die Bundesarbeitsministerin fordert eine Verbesserung der IT in Ämtern und Behörden. Ziel sei unter anderem ein neues digitales Sozialportal. 37 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bärbel Bas auf der re:publica Foto: dts Nachrichtenagentur / IMAGO Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas will Sozialleistungen stärker digitalisieren. Dazu werde sie am Mittwoch mit Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) ein Expertengremium einsetzen, sagte die SPD-Co-Chefin laut Redetext auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin.
Die Einzelheiten
Ziel sei es, die bisherigen »IT-Inseln« von Bund, Ländern und Kommunen zu überwinden. Bas sprach von einem »digitalen Wildwuchs«, mit dem Schluss sein müsse. Viele Menschen erlebten heute einen Staat, der zu langsam, zu kompliziert und zu schwerfällig geworden sei, sagte Bas.
»Es kann nicht sein, dass nahezu unser gesamtes Leben digital wird. Und man dann aber bei Ämtern und Behörden weiterhin Fax und Drucker benötigt. « Die Ministerin betonte, sie klemme sich persönlich hinter das Vorhaben.
Sie wolle den Sozialstaat »nicht kleiner machen, sondern klüger«. Die Einsetzung des Gremiums sei eine Folge der Vorschläge der Kommission zur Sozialstaatsreform. Geplant sei unter anderem ein neues digitales Sozialportal, über das Bürgerinnen und Bürger Anträge stellen und Bescheide einsehen könnten.
Was Experten sagen
Ein moderner Staat müsse verständlich und bürgernah funktionieren, sagte Bas. Mehr zum Thema Sozialleistungen, Verwaltungsabläufe, Digitalisierung: Ministerin Bas setzt Sozialstaatskommission ein Pläne der Arbeitsministerin: »Größer als Hartz IV« – Bas braucht noch Zeit für Sozialstaatsreform Schwierige Sozialreformen: Deutschland, Frustland! Eine Kolumne von Henrik Müller Ende August 2025 hatte Bas eine Sozialstaatskommission ins Leben gerufen.
Ein 50-seitiger Abschlussbericht liegt dem SPIEGEL vor . Der Kommission geht es darum, Sozialleistungen stärker zu digitalisieren, zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Insgesamt sind 26 Maßnahmen geplant.
Bisher mussten Familien ohne Bürgergeldanspruch, deren Einkommen trotzdem nicht reicht, Wohngeld und Kinderzuschlag getrennt bei verschiedenen Stellen beantragen. Das soll sich ändern: Die Leistungen werden gebündelt, die Anträge zusammengeführt. Wie die Kommission von Ministerin Bas den Sozialstaat umbauen will und welche Hürden trotzdem bleiben, lesen Sie hier .
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





