
Britische Rechtspartei: Das Reform-Gespenst geht um
Britische Rechtspartei : Das Reform-Gespenst geht um Von Philip Plickert, London 18.05.2026, 20:34Lesezeit: 4 Min. Hat gut lachen: Nigel Farage nach dem Sieg bei den KommunalwahlenReutersJe mehr die britische...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Britische Rechtspartei : Das Reform-Gespenst geht um Von Philip Plickert, London 18. 2026, 20:34Lesezeit: 4 Min. Hat gut lachen: Nigel Farage nach dem Sieg bei den KommunalwahlenReutersJe mehr die britische Labourpartei unter Premierminister Keir Starmer abstürzt, desto wahrscheinlicher erscheint eine Regierung der rechten Reform-Partei von Nigel Farage.
Doch wie würde diese regieren? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Westminster ist in Aufruhr. Premierminister Keir Starmer kämpft um sein politisches Überleben, doch es sieht nicht gut aus.
Die Einzelheiten
Minister und Staatssekretäre seiner Regierung sind zurückgetreten, eine dreistellige Zahl von Labour-Abgeordneten fordert Starmers Rücktritt. Mehrere Gegenkandidaten bringen sich in Stellung. Besonders verhasst ist der Premier unter den Labour-Linken.
„Starmer muss gehen“, sagt der weit links stehende Abgeordnete Richard Burgon, „sonst trägt er die Verantwortung dafür, dass Farage die Schlüssel zu Downing Street Nr. “ Genau dieses Gespenst versetzt die Regierungspartei in Angst. Die rechtspopulistische Partei Reform UK von Nigel Farage hat in den Kommunalwahlen 1450 Sitze hinzugewonnen, fast so viele, wie Labour verloren hat.
Die aus der früheren Brexit-Partei hervorgegangene Reform-Partei eroberte 14 Bezirke hinzu, die meisten in Nordengland. Farage sieht sich auf einer Gewinnerwelle, die ihn bis in die Downing Street tragen soll. Doch wofür steht der Anti-Establishment-Tribun inhaltlich?
Was Experten sagen
Es gibt einige Konstanten in seinen gut dreißig Jahren politischer Betätigung: die Ablehnung der EU, die Rückkehr nationaler Souveränität und den Widerstand gegen die großen Einwanderungswellen. Jenseits davon ist sein ideologisches Profil erstaunlich diffus. Früher bekannte er sich als Anhänger von Margaret Thatcher.
Doch im vergangenen Jahr war er der Erste, der die Verstaatlichung eines notleidenden British-Steel-Stahlwerks forderte – was die Labour-Regierung kurz darauf auch tat. Zeitweilig forderte Farage höhere Sozialleistungen für Kinder und ein Ende der Zwei-Kind-Obergrenze und setzte damit Labour unter Druck. Er blinkt mal rechts und mal links.
Unfinanzierbare Steuerentlastungsversprechen„Ich mag die Banken nicht besonders gerne“, sagte der ehemalige Rohstoffhändler einer Bank in diesem Jahr auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos und bekräftigte, dass Reform UK die Zinszahlungen der Notenbank auf die Reserven der Geschäftsbanken beenden wolle. Damit entgingen den Banken wohl zweistellige Milliardeneinnahmen jährlich. Letztlich bezahlen die Steuerzahler diese Zinsen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





