
Britische Regierungskrise: Der brutale Abstieg der Labour-Partei
Britische Regierungskrise : Der brutale Abstieg der Labour-Partei Ein Kommentar von Philip Plickert, London 12.05.2026, 15:55Lesezeit: 3 Min. Angeschlagen: Wie lange kann Premierminister Keir Starmer dem Druck noch...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Britische Regierungskrise : Der brutale Abstieg der Labour-Partei Ein Kommentar von Philip Plickert, London 12. 2026, 15:55Lesezeit: 3 Min. Angeschlagen: Wie lange kann Premierminister Keir Starmer dem Druck noch standhalten?
APDie Regierung Starmer hat eine nationale Erneuerung und mehr Wirtschaftswachstum versprochen – und versagt. Nun hängt Starmers Schicksal in der Schwebe. Nigel Farage hat leichtes Spiel.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wenn die Herde sich in Bewegung setzt, dann ist sie nicht mehr zu stoppen. So formulierte es Boris Johnson, als er vor vier Jahren als britischer Premierminister von den eigenen Parlamentariern gestürzt wurde. Wird es Keir Starmer ebenso ergehen?
Nach den desaströsen Labour-Wahlergebnissen in den Kommunalwahlen wollte er ein Aufbruchszeichen setzen. Sein Auftritt am Montag hat aber nicht überzeugt. Zu wenig, zu spät, zu schwach.
Starmers Rede bestätigte, was man über ihn weiß: Er besitzt das Charisma eines Aktenordners, und es fehlt ihm eine überzeugende Vision für das Land, die Hoffnung weckt. Als Beispiel für Politik, die das Land stärker mache, präsentierte er ausgerechnet die Verstaatlichung eines notleidenden Stahlwerks von British Steel in Scunthorpe. Zweitens nannte er eine Verbesserung der Beziehungen mit der EU, aber Neues hatte er nicht zu bieten.
Was Experten sagen
Die roten Linien (Zollunion, Binnenmarkt) bleiben. Das war kein Aufbruchsignal, die Rede verpuffte. Seitdem melden sich immer mehr Labour-Abgeordnete, die seinen Rücktritt fordern.
Auch im Kabinett brodelt es. Starmer will in der Downing Street bleiben, doch die Zweifel wachsen, ob er dem Druck noch lange standhalten kann. Die politische Unsicherheit zeigt schon jetzt Folgen auf den Finanzmärkten, da internationale Anleger fürchten, dass ein Starmer-Nachfolger eine linkere Politik verfolgen und die Schuldenbremse schleifen werde.
Entsprechend nervös ist der Anleihemarkt, die Kurse fielen am Dienstag. Mit 5,8 Prozent kletterte die Rendite für dreißigjährige Schuldpapiere auf den höchsten Stand seit 1998. Eine schwere Regierungskrise könnte Kapitalflucht auslösen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





