
CDU Pur?: „Der Partei geht es nicht gut“
CDU Pur? : „Der Partei geht es nicht gut“ Von Reinhard Bingener , Reiner Burger , Timo Steppat , Tobias Schrörs 19.05.2026, 12:07Lesezeit: 7 Min. Die CDU-Spitzenpolitiker Dobrindt, Linnemann, Merz, Wüst, Rhein,...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. : „Der Partei geht es nicht gut“ Von Reinhard Bingener , Reiner Burger , Timo Steppat , Tobias Schrörs 19. 2026, 12:07Lesezeit: 7 Min. Die CDU-Spitzenpolitiker Dobrindt, Linnemann, Merz, Wüst, Rhein, Kretschmer und Breher auf dem Parteitag im Februar 2025 in BerlinDaniel PilarDer CDU droht das Schicksal der SPD, fürchtet der frühere Spitzenpolitiker Volker Bouffier.
Viele in der Partei finden: Merz hat zu viel versprochen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Frust in der CDU ist groß. Manche reden nur hinter vorgehaltener Hand darüber.
Die Einzelheiten
Andere, wie der frühere hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, sprechen es offen aus. „Friedrich Merz ist Opfer seiner eigenen Ankündigungspolitik“, sagt der Christdemokrat. „Es war ein Fehler, als CDU-Vorsitzender alles anders machen zu wollen.
“ Einerseits habe Merz bei seinen Anhängern Erwartungen geweckt, die er nicht halten konnte. Andererseits hätten sich jene abgewendet, die mit der bisherigen Regierungsarbeit der CDU zufrieden waren. Den Neuanfang nach der Ära Merkel sollte das Schlagwort „CDU pur“ markieren – erst auf dem Weg zum neuen Grundsatzprogramm, dann im Bundestagswahlkampf.
Ein einflussreicher Unionspolitiker sagt: „Dieser Slogan war doch schon immer dämlich“. Und Dennis Radtke, der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels CDA, findet: Wer die CDU dauerhaft einseitig konservativ oder wirtschaftsliberal ausrichte, mache „viele in und außerhalb der Partei politisch heimatlos“. Noch kurz vor der Bundestagswahl hatte Merz auf dem Parteitag 2025 in Berlin von einem „Wahlprogramm für die CDU pur, für einen echten Politikwechsel“ gesprochen.
Was Experten sagen
Ein Jahr später klang er vorsichtiger. „Vielleicht haben wir nach dem Regierungswechsel nicht schnell genug deutlich gemacht, dass wir diese gewaltige Reformanstrengung nicht von heute auf morgen schaffen können“, sagte er auf dem Parteitag in Stuttgart. In diesem Monat gab Merz zu, es gebe in der CDU und CSU Unmut über die Kompromisse in der Koalition.
Er habe als Vorsitzender „einen großen Handlungsspielraum“, sagte er. „Aber ich habe keine Vollmacht, die CDU umzubringen“. Die Union müsse in dieser Koalition vorkommen.
Der Zustand der SPD als MahnungVolker Bouffier macht sich Sorgen. Seit 1970 ist der 74 Jahre alte Politiker Mitglied der CDU. „Der Partei geht es nicht gut“, sagt er.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





