
Chats im Job: »Emojis können das Arbeitsklima verbessern«
Chats mit Kollegen »Du hast einen furchtbaren Bericht abgegeben 😀« Viele Menschen nutzen in Chats mit Kollegen Emojis. Die Psychologin Erin Leigh Courtice hat untersucht, wann das Kompetenz vermittelt – und wann es...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Chats mit Kollegen »Du hast einen furchtbaren Bericht abgegeben 😀« Viele Menschen nutzen in Chats mit Kollegen Emojis. Die Psychologin Erin Leigh Courtice hat untersucht, wann das Kompetenz vermittelt – und wann es schadet. Ein Interview von Lukas Brems 18.
01 Uhr aus DER SPIEGEL 21/2026 Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Lächelndes Emoji: Wärme und Freundlichkeit ausdrücken Foto: zakokor / iStockphoto / Getty Images Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. SPIEGEL: Frau Courtice, Sie forschen zu Emojis in beruflichen Nachrichten. Hat sich dadurch Ihr eigenes Nutzungsverhalten verändert?
Courtice: Ich nutze Emojis weiterhin, verwende sie aber bewusster. Zum Beispiel achte ich mehr darauf, mit wem ich schreibe, in welchem Kontext und was ich eigentlich vermitteln will. Emojis können kompliziert sein.
Sie sind wie eine eigene Sprache, die im Berufsalltag bislang wenig untersucht wurde. Zur Person Foto: Privat Erin Leigh Courtice, 34, ist Psychologin an der Toronto Metropolitan University, wo sie erforscht, wie sich Technologie auf Kommunikation und zwischenmenschliche Beziehungen auswirkt. SPIEGEL: Das Fachmagazin »Collabra: Psychology« hat kürzlich die Ergebnisse einer Studie von Ihnen veröffentlicht.
Was Experten sagen
Wie haben Sie den Emoji-Einsatz untersucht? Courtice: Wir haben 243 Personen fiktive Nachrichten gezeigt, die angeblich von einem Kollegen oder einer Kollegin stammten. Manche waren negativ, zum Beispiel: »Jemand hat schon wieder den Drucker kaputt gemacht«.
Andere waren positiv: »Addison ist eine tolle Kollegin«, oder neutral: »Alex wird sich drum kümmern«. Und jede Nachricht endete entweder mit einem positiven, einem negativen oder keinem Emoji. Den Probandinnen und Probanden wurden verschiedene Kombinationen gezeigt, anschließend wurden sie gefragt: Wie kompetent wirkt der Absender?
Und wirkt die Nachricht angemessen? SPIEGEL: Was haben Sie dabei herausgefunden? Courtice: Die wichtigste Erkenntnis lautet: Keine Emojis sind die sicherste Wahl.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





