
Chinas Autoriesen: BYD und Co. erleiden herbe Gewinneinbußen
Chinas Autoriesen : BYD und Co. erleiden herbe Gewinneinbußen Von Gustav Theile, Shanghai 01.05.2026, 16:14 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Besucher inspizieren ein BYD-Auto auf der Automesse in Peking. Die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Chinas Autoriesen : BYD und Co. erleiden herbe Gewinneinbußen Von Gustav Theile, Shanghai 01. 2026, 16:14 Lesezeit: 3 Min.
Bildbeschreibung ausklappen Besucher inspizieren ein BYD-Auto auf der Automesse in Peking. Die Gewinne der chinesischen Autokonzerne geben deutlich nach. Das liegt an der Schwäche des Heimatmarktes – aber indirekt auch am Irankrieg.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Nicht nur die deutschen Autokonzerne, sondern auch Chinas aufstrebende Hersteller kämpfen mit stark sinkenden Margen. Alle großen chinesischen Autohersteller verzeichneten zweistellige Rückgänge ihrer Nettogewinne im Vergleich zum ersten Quartal 2025. Der Preiskampf auf dem chinesischen Markt und die starke Zurückhaltung chinesischer Kunden nach einer Senkung der Subventionen hinterlässt Spuren in den Bilanzen.
Im Branchendurchschnitt ist die Marge auf unter drei Prozent gefallen. Als weiteres Risiko entpuppt sich für die Unternehmen aufgrund des rasant wachsenden Exports der Wechselkurs. Besonders hart traf es BYD, den weltgrößten Hersteller von Elektroautos, und Changan.
Der Nettogewinn des Staatskonzerns aus Chongqing brach um drei Viertel auf nur noch 0,35 Milliarden RMB (rund 44 Millionen Euro) ein, der Umsatz gab leicht um vier Prozent nach. BYDs Nettogewinn sank um 55 Prozent von 9,5 Milliarden RMB (umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro) auf 4,1 Milliarden RMB (0,5 Milliarden Euro). Es war der vierte Quartalsrückgang in Folge.
Was Experten sagen
Auch der Umsatz büßte gegenüber dem Vorjahresmonat um knapp ein Achtel auf noch 150 Milliarden RMB ein, knapp 19 Milliarden Euro. BYD steckt seit dem Sommer vergangenen Jahres in einer handfesten Absatzkrise in der Volksrepublik und wird immer abhängiger vom Export. Inzwischen geht fast jedes zweite BYD-Fahrzeug ins Ausland.
Im ersten Quartal büßte der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 30 Prozent ein. Wechselkurs hat starken Einfluss Andere Hersteller traf es nicht ganz so hart. Der Mehrmarkenkonzern Geely aus Hangzhou, in Europa als Großaktionär von Mercedes und Eigentümer von Volvo bekannt, erzielte einen Nettogewinn von knapp 4,2 Milliarden RMB, rund 520 Millionen Euro.
Das bedeutete ein Minus von 27 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Geely hatte BYD zuletzt beim Absatz überholt, der Aktienkurs des Unternehmens hat seit Anfang März um mehr als die Hälfte zugelegt. Der Staatskonzern Chery aus Wuhu, seit zwei Jahrzehnten der exportstärkste Autohersteller Chinas, verdiente zehn Prozent weniger und kam damit ebenfalls auf knapp 4,2 Milliarden RMB.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





