
Commerzbank: Bundesregierung kritisiert UniCredit-Vorgehen als unfair
Streit über Übernahme der Commerzbank Bundesregierung kritisiert Unicredit-Vorgehen als »unfair« Die italienische Großbank Unicredit buhlt weiter um eine Übernahme der Commerzbank. »Völlig unangebracht«, lässt die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Streit über Übernahme der Commerzbank Bundesregierung kritisiert Unicredit-Vorgehen als »unfair« Die italienische Großbank Unicredit buhlt weiter um eine Übernahme der Commerzbank. »Völlig unangebracht«, lässt die Bundesregierung nun wissen. Zu konkreten Maßnahmen hält man sich jedoch bedeckt.
04 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Logo der Commerzbank an einer Filiale in Frankfurt am Main Foto: Michael Brandt / dpa In ihrem Kampf gegen die Übernahme durch UniCredit springt der Commerzbank die Bundesregierung zur Seite: Das Vorgehen der italienischen UniCredit sei aus Sicht der Regierung »völlig unangebracht und unfair«, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille.
Die Einzelheiten
Man unterstütze die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. »Eine feindliche, aggressive Übernahme, insbesondere mit Blick darauf, dass es sich um eine systemrelevante Bank handelt« wäre nicht akzeptabel. Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank würden das Angebot der UniCredit jetzt prüfen und eine Empfehlung an die Aktionäre der Commerzbank abgeben.
Mit einem offiziellen Übernahmeangebot hatte die UniCredit am Dienstag den Druck auf die Commerzbank erhöht. Die UniCredit kontrolliert bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile. Sie kündigte an, bis zum Ablauf des 16.
Juni weitere Anteile sichern zu wollen. Die UniCredit verspricht sich bei einer Übernahme der Commerzbank Vorteile im Geschäft mit Privat- und Mittelstandskunden in Deutschland. Hierzulande ist die UniCredit schon mit ihrer Tochter HypoVereinsbank (HVB) vertreten, was Einsparungen ermöglichen würde.
Was Experten sagen
Gewerkschaften befürchten einen »Kahlschlag« bei der Commerzbank wie einst bei der HVB. Mehr zum Thema Drohende feindliche Übernahme aus Italien: Die Frau, die Deutschlands Bankenstolz retten soll Von Tim Bartz Geplante Übernahme der Commerzbank: Giftpfeile aus Deutschland, Triumphgeheul aus Italien Von Tim Bartz und Frank Hornig, Frankfurt am Main und Rom Übernahmepläne: Die Commerzbank soll italienisch werden, na und? Ein Kommentar von Tim Bartz »Für uns ist klar: Die Commerzbank spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Mittelstands.
Sie ist außerdem bedeutender Arbeitgeber und zentral für den Finanzstandort Frankfurt und beides gilt es auch in Zukunft sicherzustellen«, sagte der Sprecher des Finanzministeriums. Auf die Frage, ob der Bund seine Anteile an der Commerzbank aufstocken wolle, antwortete er, zu hypothetischen Fragen äußere man sich an der Stelle nicht. Der Bund hält noch zwölf Prozent an der Bank.
UniCredit-Chef Andrea Orcel hat sich bereits knapp 30 Prozent an der Commerzbank gesichert. Nun unterbreitet der Italiener den restlichen Aktionären ein formelles Übernahmeangebot.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





