
Daniel Libeskind wird 80: Er gab dem Gedenken an den Holocaust eine neue Form
Daniel Libeskind wird 80 : Er gab dem Gedenken an den Holocaust eine neue Form Von Niklas Maak 12.05.2026, 06:57Lesezeit: 4 Min. Der Künstler und Architekt Daniel Libeskind steht im Mai 2026 am Rande der Ausstellung...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Daniel Libeskind wird 80 : Er gab dem Gedenken an den Holocaust eine neue Form Von Niklas Maak 12. 2026, 06:57Lesezeit: 4 Min. Der Künstler und Architekt Daniel Libeskind steht im Mai 2026 am Rande der Ausstellung «Between the Lines - Daniel Libeskind und das Jüdische Museum Berlin» an dem Kunstwerk „Schalechet“ von Menashe KadishmandpaDaniel Libeskind begann seine Karriere als Musiker.
Sein Entwurf für das Jüdische Museum in Berlin machte ihn weltberühmt. Jetzt wird der Künstler und Architekt 80 Jahre alt. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Als 1988 im New Yorker Museum of Modern Art die heute legendäre Ausstellung „Deconstructivist Architecture“ stattfand, hatten zwei der dort vorgestellten Architektinnen und Architekten noch nie etwas gebaut.
Die Einzelheiten
Eine war Zaha Hadid; der andere, dem die Ehre einer großen Ausstellung im wichtigsten Architekturmuseum der Welt zuteil wurde, ohne einen Bau vorweisen zu können, war Daniel Libeskind. Seine Entwürfe galten zudem, wie die von Hadid, als unbaubar, als intellektuelle Denk-Gebäude, die die Vorstellung davon, was Architektur ist, verändert hatten, aber eher als Kunstwerke zu betrachten wären denn als Pläne, die man tatsächlich in eine Realität aus Beton, Glas und Stahl übersetzen könnte. Libeskind war damals Anfang vierzig und auf anderen Feldern als auf dem der Architektur berühmt: 1946 geboren in Lodz als Sohn eines jüdischen Paares, das vor den Nationalsozialisten in die Sowjetunion geflüchtet und dort in Lagern interniert war, wuchs Libeskind in Polen auf, bevor die Familie 1957 zunächst nach Israel und zwei Jahre später nach New York auswanderte.
Israel war für ihn das Paradies„Meine Mutter betrieb in Polen einen kleinen Laden, in dem sie mit ihrer alten Singer-Nähmaschine arbeitete, privatwirtschaftliche Aktivitäten waren aber gar nicht gern gesehen“, erzählte Libeskind einmal im Gespräch mit der F. „Nach Israel zu kommen war wie ins Paradies zu kommen, in die Wärme, nicht nur meteorologisch. Seine Meinung frei äußern zu dürfen.
Kritik üben zu dürfen, sich frei auszudrücken. “Damals galt er als musikalisches Wunderkind: Er hatte schon in ganz jungen Jahren mit seinem Akkordeon Auftritte im Fernsehen, spielte mit dem Violinisten Itzhak Perlman und studierte zunächst in Israel Musik, bevor er schließlich an der New Yorker Cooper Union für Architektur einschrieb und zu einem der interessantesten Theoretiker seines Fachs aufstieg, der Städte wie Partituren las und sich in seinen poetischen Texten mit Traumatheorie und surrealistischen Welterfassungsstrategien befasste. Die Fassade ist ein abstrakter Stadtplan jüdischen LebensEin Jahr nach der New Yorker Ausstellung ergab sich für Libeskind die Gelegenheit zum Bauen: Er gewann mit seinem Entwurf „Between the Lines“ 1989 den Wettbewerb für den Erweiterungsbau des Berlin Museums mit Abteilung Jüdisches Museum, wie die Aufgabe offiziell lautete, 2001 war es so weit.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





