
Dax-Konzerne kooperieren: Rheinmetall und Telekom wollen gemeinsam Drohnen abwehren
Dax-Konzerne kooperieren : Rheinmetall und Telekom wollen gemeinsam Drohnen abwehren Von Jonas Jansen 11.05.2026, 22:32Lesezeit: 5 Min. Drohnenabwehr mit Störsender: Im Hafen von Rostock erprobt die Bundeswehr...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Dax-Konzerne kooperieren : Rheinmetall und Telekom wollen gemeinsam Drohnen abwehren Von Jonas Jansen 11. 2026, 22:32Lesezeit: 5 Min. Drohnenabwehr mit Störsender: Im Hafen von Rostock erprobt die Bundeswehr Angriffsszenarien auf kritische Infrastruktur.
dpaDie Bedrohungslage für Spionage durch Drohnenüberflüge nimmt zu, weshalb sich Behörden wappnen. Zwei Dax-Schwergewichte wollen davon profitieren. Sie tun sich jetzt zusammen, um einen Schutzschild zu entwickeln.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Rheinmetall und die Deutsche Telekom wollen gemeinsam einen Drohnenabwehrschirm entwickeln und diesen dann Städten, Ländern und dem Bund als Schutz für kritische Infrastruktur anbieten. Das teilten der Rüstungskonzern und das Telekommunikationsunternehmen am Montag mit. „Die Bedrohung durch Drohnen ist hochgradig digital“, ließ sich der Rheinmetall-Vorstandsvorsitzende Armin Papperger in einer Mitteilung zitieren.
„Deshalb braucht ihre Abwehr die Verbindung aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen. “ Diese Fähigkeiten bündeln Rheinmetall und Telekom: Während der Bonner Telekommunikationskonzern sein Wissen aus der Mobilfunktechnik und digitaler Infrastruktur einbringt, soll sich der Düsseldorfer Rüstungshersteller auf die Sensorik und Elektronik fokussieren, also etwa Lasertechnik. Noch ist die Partnerschaft aber in einem frühen Stadium, weitere Details wollen die Unternehmen später bekannt geben.
Drohnenabwehr ist vielfältigIn der Drohnenabwehr sind zahlreiche Unternehmen unterwegs, Rüstungskonzerne rund um die Welt ohnehin, aber auch zunehmend auf Drohnen spezialisierte Start-ups oder Mittelständler und Familienunternehmen aus ganz anderen Domänen. Der Maschinenbaukonzern Trumpf, bekannt vor allem für seine Hochleistungslaser, hat sich etwa mit dem Sicherheitsunternehmen Rohde und Schwarz verbündet. Bei seinem Besuch in Australien hat sich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) unlängst in der Hauptstadt Canberra angeschaut, wie der dortige Hersteller Electro Optic Systems mit Lasern 20 Drohnen in der Minute abschießen kann.
Was Experten sagen
Angesichts des mehr als vier Jahre währenden Krieges gibt es in der Ukraine inzwischen zig Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, Drohnen abzuwehren. Dabei sind nicht nur die Entwicklungen kreativ, auch die Finanzierung mitunter: So hat der Verein „Come Back Alive“ mit der Tankstellenkette Oro vereinbart, dass für jeden dort getankten Liter Kraftstoff zwei Cent für die Finanzierung von Drohnenabwehrsystemen gespendet werden. In der Art der Drohnenabwehr gibt es zudem unterschiedliche Ansätze: Störsender, die mit Funksignalen arbeiten, genauso wie aus Pistolen geschossene Netze als letztes Mittel, um auf kurze Distanz Drohnen abzufangen.
Für größere Drohnen bietet Rheinmetall selbst Flugabwehrsysteme an, die Schusssalven abfeuern. Im Irankrieg setzten die Amerikaner und ihre Verbündeten sogar teure Raketensysteme ein, um Drohnen abzufangen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





