
Designierter Aufsichtsratschef: Obermann schwört SAP auf den Wandel ein
Designierter Aufsichtsratschef : Obermann schwört SAP auf den Wandel ein Von Bernd Freytag 05.05.2026, 15:40 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen René Obermann (links) soll Pekka Ala-Pietilä im nächsten Jahr als...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Designierter Aufsichtsratschef : Obermann schwört SAP auf den Wandel ein Von Bernd Freytag 05. 2026, 15:40 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen René Obermann (links) soll Pekka Ala-Pietilä im nächsten Jahr als Aufsichtsratschef von SAP beerben.
dpa Der ehemalige Telekom-Chef startet mit Rückhalt bei SAP. Der Konzern habe gute Chancen, als Gewinner aus der KI-Revolution zu kommen. Dafür aber brauche es viel Kraft.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Aktionäre des Softwarekonzerns SAP haben den Wachwechsel eingeleitet und René Obermann in den Aufsichtsrat gewählt. Vom nächsten Jahr an soll der ehemalige Telekom-Vorstandsvorsitzende Interimschef Pekka Ala-Pietilä ablösen und das Aufsichtsgremium von Europas größtem Softwarehersteller leiten. Den Aufsichtsratsvorsitz des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus will Obermann abgeben und sein Mandat auslaufen lassen, um mehr Zeit für SAP zu haben.
An Obermann hängt viel. Just in einer Zeit, in der KI das Geschäftsmodell der alten Softwarekonzerne angreift und die Aktienkurse fallen, hat der Abschied von Mitgründer und Übervater Hasso Plattner aus dem Aufsichtsgremium für Unruhe gesorgt. Der von Plattner als Nachfolger auserkorene ehemalige Deloitte-Chef Punit Renjen musste nach einem Streit über unterschiedliche Rollenverständnisse eines Aufsichtsrates seinen Hut nehmen.
In der Not übernahm der ehemalige Nokia-Chef Ala-Pietilä übergangsweise die Arbeit. „Endlich eine überzeugende Lösung“ Obermann startet mit großem Rückhalt der SAP-Aktionäre. Er sei endlich eine überzeugende Lösung, sagt die Sprecherin des Anlegerverbands DSW auf der digital abgehaltenen Hauptversammlung.
Was Experten sagen
Gewählt wurde Obermann mit mehr als 99 Prozent der anwesenden Stimmen. Zuvor hatte der Dreiundsechzigjährige klargemacht, dass er seine Aufgabe aktiv angehen wird. Er werde das Führungsteam um Vorstandschef Christian Klein kritisch begleiten, erklärte er weiter.
Zugleich werde er mit „Inspiration und Motivation auch positiv wirken“. Obermann wird nachgesagt, er sei detailverliebt. Marathon, kein Sprint Jedem sei klar, dass Gewinner und Verlierer der KI-Revolution noch vor Ende des Jahrzehnts ausgemacht würden.
SAP habe gute Chancen, auf der Gewinnerseite zu sein, diese Entwicklung sei kein Selbstläufer, sondern erfordere „herausfordernde Change-Prozesse“. Deshalb müssten alle Sozialpartner nach seinen Worten „extrem gut zusammenarbeiten“. Rechtzeitig die Weichen zu stellen, brauche Kraft, weil es nicht sofort auf Verständnis und Applaus stoße.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





