
Deutschland: Zahl der Adoptionen sinkt auf niedrigsten Stand seit Wiedervereinigung
Statistisches Bundesamt Zahl der Adoptionen in Deutschland sinkt auf niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung In Deutschland werden immer weniger Kinder adoptiert: Im vergangenen Jahr waren es bundesweit etwa 3500....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Statistisches Bundesamt Zahl der Adoptionen in Deutschland sinkt auf niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung In Deutschland werden immer weniger Kinder adoptiert: Im vergangenen Jahr waren es bundesweit etwa 3500. Einen gegenläufigen Trend registrierten die Statistiker besonders in einer Familienform. 32 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Elternteil mit Kind (Symbolbild) Foto: Fernando Gutierrez-Juarez / dpa Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990 gesunken. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 3517 Kinder von Familien adoptiert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte .
Die Einzelheiten
Das seien vier Prozent und damit 145 Kinder weniger als 2024. Damit setzte sich der langfristige Rückgang fort. Im Jahr 1993 hatte die Zahl mit 8687 Adoptionen ihren Höchststand nach der Wiedervereinigung erreicht und sich dann bis zum Jahr 2009 mehr als halbiert.
Seitdem bewegten sich die Werte relativ stabil auf niedrigem Niveau, mit zuletzt leicht rückläufiger Tendenz. »Eine Erklärung für die insgesamt sinkenden Fallzahlen ist der anhaltende Rückgang der ›klassischen‹ Fremdadoptionen – also der Adoptionen durch Personen, die weder Stiefeltern noch Verwandte des Kindes sind«, so die Statistikerinnen und Statistiker. Sie führten zudem einen Wandel der Familienformen, den Ausbau staatlicher Hilfen für Familien, strengere Regelungen zum Kinderschutz und Fortschritte in der Reproduktionsmedizin als mögliche Gründe an.
Kaum noch Kinder aus dem Ausland adoptiertMehr als ein Viertel der Kinder sei im vergangenen Jahr bei der Adoption unter einem Jahr alt gewesen. 31 Prozent der Adoptierten seien ein oder zwei Jahre alt gewesen. Im Schnitt lag das Alter laut Statistischem Bundesamt bei 5,1 Jahren.
Was Experten sagen
Mit 74 Prozent wuchsen die allermeisten Kinder vor der Adoption bei einem Paar aus einem leiblichen Elternteil und einem Stiefelternteil auf, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zehn Prozent seien aus einem Krankenhaus oder einem Mutter-Kind-Heim und acht Prozent aus einer Pflegefamilie heraus adoptiert worden. Drei Prozent der Fälle sei eine anonyme Geburt oder die Abgabe über eine Babyklappe vorausgegangen.
Im vergangenen Jahr wurden laut den Statistikern nur noch 1,6 Prozent und damit 56 Kinder aus dem Ausland adoptiert. Am häufigsten stammten die Kinder demnach aus Thailand, Südafrika, Burkina Faso und Sri Lanka. Anteil der Stiefkindadoptionen auf 75 Prozent gestiegenDie meisten Kinder wurden laut Mitteilung von einem neuen Partner eines leiblichen Elternteils adoptiert: Ihr Anteil an allen Adoptionen stieg von 54 Prozent im Jahr 2010 auf 75 Prozent im vergangenen Jahr – ein neuer Höchststand.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





