
Die Serie „24“: Lässig mit Klapphandy
Die Serie „24“ : Lässig mit Klapphandy Von Harald Staun 09.05.2026, 19:38Lesezeit: 3 Min. Kiefer Sutherland, Star der Fernsehserie „24“action pressReizüberflutet, rastlos, gestresst: Das Tempo der Serie „24“ war vor 25...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Die Serie „24“ : Lässig mit Klapphandy Von Harald Staun 09. 2026, 19:38Lesezeit: 3 Min. Kiefer Sutherland, Star der Fernsehserie „24“action pressReizüberflutet, rastlos, gestresst: Das Tempo der Serie „24“ war vor 25 Jahren eine kleine Fernsehrevolution.
Und Kiefer Sutherlands Coolness brachte unseren Autor dazu, sich ein Klapphandy zu kaufen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Bevor die erste Stunde vergangen ist, hat der Geheimagent Jack Bauer einem Vorgesetzten ins Bein geschossen, das Passwort seiner Tochter knacken lassen, seiner Mitarbeiterin erklärt, warum man keine Kompromisse eingehen darf, ein Dutzend Telefongespräche geführt und drei- bis fünfmal zu jemandem gesagt, dass er ihm vertrauen soll. In diesem Tempo geht es acht Staffeln lang, 192 Folgen à 60 Minuten, und dass jede davon eine Stunde der Handlung erzählt, in sogenannter Echtzeit, das war 2001 eine kleine Fernsehrevolution.
Die Einzelheiten
Schaut man heute noch einmal rein, in die Serie „24“, dann wirkt der Rhythmus auch 25 Jahre später immer noch rastlos, gestresst, reizüberflutet, vorangetrieben von einem ständigen Countdown in Form der digitalen Zeiteinblendung mit ihrem pochenden Piepton. Und doch kommt es einem mittlerweile alltäglich vor: Man muss kein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten verhindern müssen, um das Gefühl zu haben, ständig erreichbar sein zu müssen und ein Leben im Modus des ständigen Multitaskings zu führen: Wo bist du gerade? Halt mich auf dem Laufenden.
Und 144-mal: Damn it. Eine Geste absoluter Zeitgenossenschaft,,24“ lief am 6. November 2001 an, knapp zwei Monate nach dem 11.
September, aber nicht nur die Handlung rund um die Einsätze der Antiterroreinheit CTU war absolut zeitgemäß. Sie verfolgte Verdächtige mit modernster Technologie, und das war zugleich beunruhigend und beeindruckend. Jack Bauer, gespielt von Kiefer Sutherland, war alles andere als ein moralisches Vorbild, er folterte, nahm Drogen, und seine Work-Life-Balance war erbärmlich.
Was Experten sagen
Im Umgang mit der modernen Kommunikation zeigte er aber eine unvergleichliche Coolness. Besonders souverän war, wie er mit seinem Klapphandy umging, das er in Staffel Eins oft benutze: Die Bewegung, mit der er es auf- und zuklappte, war eine Geste absoluter Zeitgenossenschaft, und manchmal, zum Beispiel, wenn er in der einen Hand eine Waffe hielt, schaffte er es, das Gerät mit der anderen aufzuflippen, was mich an den Move erinnerte, den ich als Teenager geübt hatte, um ein Zippo-Feuerzeug aufzuschnipsen. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
jetzt lesen Und so peinlich halbstark das heute auch klingt, so avantgardistisch sah das damals aus, vielleicht gerade deshalb, weil es die Handhabung des modernen Geräts mit einer altmodischen Cowboy-Attitüde verband. Jack Bauer bediente sein Handy nicht so unbeholfen wie wir Anfänger, sondern so, als ob er es von Kindheit an gelernt hätte.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





