
Diego Maradona: »Verlasst mich nicht« – neue Details im Todesprozess
Bild vergrößern Maradona-Wandbild in Buenos Aires: Der beste Fußballer aller Zeiten Foto: Alejandro Pagni / Prozess um Maradona-Tod »Verlasst mich nicht, lasst mich nicht allein« Vor fünfeinhalb Jahren starb Diego...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bild vergrößern Maradona-Wandbild in Buenos Aires: Der beste Fußballer aller Zeiten Foto: Alejandro Pagni / Prozess um Maradona-Tod »Verlasst mich nicht, lasst mich nicht allein« Vor fünfeinhalb Jahren starb Diego Maradona an einem Lungenödem. Jetzt müssen sich sieben Mitglieder seines medizinischen Teams wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Von Sebastián Fest, Buenos Aires 19.
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Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Manchmal sind es gerade die Kleinigkeiten, die diesen Prozess so groß erscheinen lassen. Wie zum Beispiel der Moment, als Claudia Villafañe, die erste Frau Diego Maradonas, Mutter zweier seiner Kinder, ganz nah am Angeklagten vorbeigeht.
Der Neurochirurg Leopoldo Luque steht in San Isidro, einem Vorort von Buenos Aires, vor Gericht, weil es nicht ausgeschlossen ist, dass er am Tod Maradonas am 25. November 2020 eine Mitschuld trägt. Als Maradona gefunden wurde, mit einem Laken bedeckt, war der Raum »schwach beleuchtet, die Fenster waren mit Laken verhängt«, so beschreibt es der Gerichtsmediziner.
»Es herrschte eine gewisse Unordnung, mit Wasserflaschen, Medikamentenampullen und einem orthopädischen Toilettenstuhl. « Bild vergrößern Leibarzt Luque am ersten Verhandlungstag vor Journalisten in San Isidro: »Natürlich bin ich unschuldig« Foto: Cristina Sille / Maradonas Herz war hypertrophiert, übermäßig groß und übermäßig schwer. Der frühere Weltklassespieler, den viele für den besten Fußballer aller Zeiten halten, war offensichtlich nicht gut versorgt worden.
Was Experten sagen
Das Haus, in dem er untergebracht war, war für einen Menschen in seinem Zustand ungeeignet. Im Gerichtssaal bleibt der Blick von Claudia Villafañe an dem Neurochirurgen hängen. Sie war 17, als sie Maradona kennenlernte, inzwischen ist sie 64 Jahre alt.
Die Geschichte ihrer Ehe mit Maradona ist die Geschichte ihres Lebens. Sie ist an diesem Tag gekommen, weil Gianinna, eine der beiden Töchter, die sie mit Maradona hat, als Zeugin aussagen soll. Leopoldo Luque, der Angeklagte, sieht sie nicht, er kehrt ihr den Rücken zu.
Die Augen der anwesenden Journalisten folgen Villafañe. Was sie sehen, was jeder im Saal sehen kann: Ihr Blick ist nicht von Hass geprägt. Er ist voller Entsetzen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





