
Dölzig bei Leipzig: Tierschützer fordern nach Ausbruch von Tiger ein Durchgreifen der Bundesregierung
Vorfall in Sachsen Tierschützer fordern nach Ausbruch von Tiger ein Durchgreifen der Bundesregierung Ein Tiger entkommt in Sachsen aus einem privaten Gehege, verletzt einen Mann schwer und wird von der Polizei getötet:...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Vorfall in Sachsen Tierschützer fordern nach Ausbruch von Tiger ein Durchgreifen der Bundesregierung Ein Tiger entkommt in Sachsen aus einem privaten Gehege, verletzt einen Mann schwer und wird von der Polizei getötet: Nach dem dramatischen Fall bei Leipzig sieht die Tierrechtsorganisation Peta den Gesetzgeber in der Pflicht. 17 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Polizeieinsatz in Dölzig bei Leipzig (am 17. Mai) Foto: Björn Stach / EHL Media / dpa Als Reaktion auf den Fall des ausgebrochenen Tigers bei Leipzig hat die Tierrechtsorganisation Peta strengere Regeln für die Haltung gefährlicher Wildtiere gefordert. »Im Prinzip muss die Bundesregierung jetzt endlich handeln«, sagte Peter Höfgen, Peta-Fachreferent für Wildtiere, der Nachrichtenagentur dpa.
Die Einzelheiten
Der Vorfall zeige erneut, dass die Haltung gefährlicher Wildtiere in Privathand oder in mobilen Betrieben nicht ausreichend sicher sei. In mehreren Bundesländern sei die private Haltung von Tigern oder Löwen weiterhin erlaubt. Aus Sicht von Peta müsse die Gesetzgebung deshalb verschärft werden.
Am Sonntag war in Schkeuditz bei Leipzig ein Tiger aus einer privaten Anlage entkommen (mehr hier). Ein 73-Jähriger wurde schwer verletzt, in ersten Meldungen war von nur leichten Verletzungen die Rede gewesen. Bei dem verletzten Mann handelt es sich laut Polizei um eine Art Helfer.
Er habe sich berechtigterweise in der Anlage aufgehalten, sagte die Sprecherin. Die Polizei überprüfe jetzt, wie es dazukommen konnte, dass der Tiger ausgebrochen ist. Ob sich daraus auch noch Ermittlungen wegen einer Straftat ergeben, war zunächst offen.
Was Experten sagen
Die Polizei erschoss das Tier später im Bereich einer Gartenanlage. Dort hätten sich laut MRD zahlreiche Menschen aufgehalten, weshalb sich die Polizei für die Schüsse mit scharfer Munition entschieden habe. Für die Bevölkerung besteht laut Polizei keine Gefahr mehr.
Weitere Tiere seien nicht entkommen. Seit 2019 immer wieder Hinweise an die BehördenIm Schkeuditzer Ortsteil Dölzig hält die Tiger-Dompteurin Carmen Zander in einem Gewerbegebiet Großkatzen. Dort sollen noch acht Tiger leben.
Die Dompteurin reagierte zunächst nicht auf eine dpa-Anfrage. »Es hätte schon längst eine Beschlagnahmung der Tiere erfolgen müssen«, sagte Höfgen. Mehr zum Thema Aus privater Haltung: Polizei erschießt bei Leipzig entlaufenen Tiger Peta habe das Veterinäramt Nordsachsen seit 2019 wiederholt auf aus Sicht der Organisation mangelhafte Haltungsbedingungen hingewiesen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





