
Drogenpolitik: Zeit für eine Kehrtwende beim Cannabis-Gesetz
Drogenpolitik : Zeit für eine Kehrtwende beim Cannabis-Gesetz Ein Kommentar von Ralf Euler 11.05.2026, 13:36Lesezeit: 2 Min. Grüne Grauzone: Die Teillegalisierung von Cannabis hat den Schwarzmarkthandel nicht verdrängt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Drogenpolitik : Zeit für eine Kehrtwende beim Cannabis-Gesetz Ein Kommentar von Ralf Euler 11. 2026, 13:36Lesezeit: 2 Min. Grüne Grauzone: Die Teillegalisierung von Cannabis hat den Schwarzmarkthandel nicht verdrängt – und die Polizei an ihre Grenzen gebracht.
dpaDie Teillegalisierung von Cannabis war politisch gewollt – doch die Realität gibt den Kritikern recht. Immer mehr Sicherheitspolitiker zweifeln an dem Gesetz. Es wird Zeit, die Entscheidung neu zu bewerten.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) findet klare Worte: Die Teillegalisierung von Cannabis sei „ein Fehler, der uns als Gesellschaft geschadet hat“. Das ist eine Aussage, die man in dieser Vehemenz stehen lassen kann oder auch nicht – aber man kann sie nicht einfach ignorieren. Denn Poseck steht mit dieser Einschätzung nicht allein.
Die Innenministerkonferenz unter Führung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat das Thema ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt. Und auch im polizeilichen Alltag mehren sich die Stimmen, die von einem Gesetz berichten, das mehr Probleme schafft, als löst. Die Polizei ächzt unter dem bürokratischen Aufwand, den das Cannabisgesetz mit sich bringt.
Abstandsgebote nachmessen, Mengen prüfen, legal von illegal unterscheiden – das kostet Zeit und Personal. Dazu kommt die unbequeme Wahrheit, dass der Schwarzmarkt keineswegs verschwunden ist, wie es die frühere Ampelkoalition im Bund als Konsequenz aus der umstrittenen Haschischfreigabe verheißen hatte. Im Gegenteil: Kriminelle nutzen die legalen Grauzonen zur Tarnung.
Was Experten sagen
Und im Straßenverkehr steigt die Zahl der Fahrten unter Cannabiseinfluss – ein Sicherheitsrisiko, das besonders in Kombination mit Alkohol schwer kalkulierbar ist. Schwarzmarkt nicht ausgetrocknetMan muss kein Prohibitionist sein, um diese Argumente ernst zu nehmen. Wer sie als bloße Rhetorik unverbesserlich altmodischer Politiker abtut, macht es sich zu leicht.
Denn die Frage stellt sich mit zunehmender Dringlichkeit: Wenn so viele Sicherheitspolitiker – von der Landes- bis zur Bundesebene – an der Grundlage dieser Entscheidung zweifeln, warum wird sie dann nicht korrigiert?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





