
Ein Jahr Schwarz-Rot: Die Handschrift der CDU ist blass
Ein Jahr Schwarz-Rot : Die Handschrift der CDU ist blass Ein Kommentar von Jasper von Altenbockum 04.05.2026, 19:50 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Lars Klingbeil, Bärbel Bas (beide SPD) und Friedrich Merz...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ein Jahr Schwarz-Rot : Die Handschrift der CDU ist blass Ein Kommentar von Jasper von Altenbockum 04. 2026, 19:50 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Lars Klingbeil, Bärbel Bas (beide SPD) und Friedrich Merz am 1.
Oktober 2025 in der Villa Borsig in Berlin Es zeugt von Realismus, an dieser Koalition festzuhalten. Was zu ihrem Erfolg fehlt, sind nicht Kompromisse, sondern es fehlt die Durchsetzungskraft der CDU. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Treueschwüre, die nach einem Jahr schwarz-roter Koalition aus CDU , SPD und CSU abgegeben werden, sind sicher ehrlich gemeint.
Die Einzelheiten
Aus ihnen spricht, positiv formuliert, politischer Realismus. Man könnte aber auch von Schicksalsergebenheit oder Resignation sprechen. Es gibt nach reiflicher Überlegung keine andere Möglichkeit als diese Koalition.
Minderheitsregierung wie in Sachsen? Die Verhandlungsmasse würde im Bund nicht kleiner, sondern größer für die Union, sowohl links als auch rechts von ihr würde der Preis für Kompromisse steigen. Vertrauensfrage mit dem „Druckmittel“ von Neuwahlen?
Daraus ergäbe sich mit Sicherheit nicht eine Alleinregierung der Union, und die SPD könnte sich nicht einmal sicher sein, stärker als die Grünen zu werden. Es wäre naiv, von der SPD Besserung zu erwarten Also bleibt nur weitermachen. Friedrich Merz hat recht, wenn er zugibt, dass die Handschrift der Union nicht oder nicht genügend zu erkennen ist.
Was Experten sagen
Egal, ob er da als Bundeskanzler oder als CDU-Vorsitzender spricht: In beiden Fällen wundert man sich, dass er sich dazu genötigt sieht. Es ist wohl eher eine Botschaft in die eigene Partei als an den Koalitionspartner. Die Unzufriedenheit in der CDU ist groß, weil die Ziele, die sich die Partei gesteckt hat, mit der SPD nicht zu erreichen sind.
Merz griff zu einem drastischen Bild, das die Erfahrungen der Partei nach sechzehn Jahren Merkel aber ganz gut wiedergab: Zu viel Selbstverleugnung heißt, die Partei „umzubringen“. Es wäre allerdings naiv, daraus nun Konsequenzen von der SPD zu erwarten. Dass der Koalitionspartner der Union ein Einsehen haben könnte und umsteuert, ist sehr unwahrscheinlich.
Was Merz einmal gesagt hat und bereuen dürfte, er wünsche sich eine starke SPD, gilt umgekehrt ganz offensichtlich nicht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





