
Einheimische Hülsenfrüchte: Wie die Ackerbohne zum Superfood wird
Einheimische Hülsenfrüchte Wird die Ackerbohne zum Superfood? Stand: 05.05.2026 • 05:32 Uhr Ackerbohnen gelten als heimische Soja-Alternative, starker Eiweißlieferant und sorgen obendrein noch für einen guten Boden. Sie...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Einheimische Hülsenfrüchte Wird die Ackerbohne zum Superfood? 2026 • 05:32 Uhr Ackerbohnen gelten als heimische Soja-Alternative, starker Eiweißlieferant und sorgen obendrein noch für einen guten Boden. Sie haben aber einen Schönheitsfehler: Sie sind oft nicht winterhart.
Von Florian Zinner, MDR Es gibt Dinge, die würde man in einem Brot durchaus erwarten: Mehl, Salz, Sauerteig, vielleicht Walnüsse. Betina Louis schwärmt für ihr Brot, das nicht nur Leinsamen enthält, sondern auch fein geschrotete Ackerbohne. Für Louis, Brotsommelière beim mittelständischen Bäckereibetrieb Gilgen’s in Hennef, ist das keine exotische Rarität, sondern eine folgerichtige Entwicklung.
Die Einzelheiten
"Bei uns in der Bäckerei haben wir die Sojabohne rausgeholt, weil sie nicht regional ist. Zu Weizen, Roggen, die wir regional bekommen, passt hervorragend eine Hülsenfrucht wie die Ackerbohne, die viel Eiweiß mitbringt, wenig Fett, also ein gesundes Nahrungsmittel ist. " Für Betina Louis ist ein Brot mit Ackerbohnen durchaus die gesündere Alternative zum Proteinriegel aus dem Supermarkt.
Die heimische Hülsenfrucht, im Fachbotanischen heißt diese Familie Leguminosen, trägt übrigens verschiedenste Trivialnamen: Ackerbohne, Puffbohne, Fababohne, Viehbohne, Dicke Bohne und Saubohne sind nur einige. Was die Namen kaum verraten: Für Landwirtschaft und Ökosysteme ist sie eine Win-Win-Situation. 2024 Science-Studie Vielfältige Landwirtschaft nützt Mensch und Umwelt Weite Fruchtfolgen, Blühstreifen und Hecken, Boden- und Wasserschutz: je mehr Maßnahmen, desto besser.
mehr Es profitieren Mensch, Landwirtschaft und Ökosysteme Die Ackerbohne wächst und gedeiht ohne Stickstoffdüngung und lockert nebenbei den Boden, was wiederum der Wasserspeicherung zuträglich ist. Ernterückstände lassen sich zudem gut in den Boden einarbeiten und unterstützen den Humusaufbau, was auch den Organismen im Untergrund recht ist. "Das ist ein Kraftwerk im Boden, weil das, was von der Wurzel im Boden übrig bleibt, der Folgefrucht, wenn wir jetzt hier Weizen oder Dinkel anbauen, auch wieder zur Verfügung steht", erklärt der rheinische Ackerbohnen-Landwirt Karl-Adolf-Krämer, der die Zutat für Betina Louis' Brot liefert.
Was Experten sagen
"Das können aber nur Leguminosen - Erbsen, Sojabohnen, Ackerbohnen und Lupinen. " Bohnenpflanzen machen sich aber nicht nur in der Fruchtfolge, sondern auch direkt nebeneinander mit anderen Feldgewächsen gut. Denn vom Stickstoff, den Bohnen speichern, profitieren auch andere Pflanzen.
So kann auf dem Acker ein kleines Ökosystem entstehen, bei dem eine Hand die andere wäscht - denn die Bohnen profitieren wiederum davon, dass Getreide das Unkrautwachstum eindämmen kann. Ackerbohnen tragen aber nicht nur zur biologischen Vielfalt bei, sondern auch zu der auf dem Speiseplan. "Ich habe schon Brotaufstrich mit Ackerbodenprotein gegessen.
Das hat sehr gut geschmeckt", berichtet Martin Mascher.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





