
Einsparungen: Koalition einigt sich im Streit über Integrationskurse
Einsparungen : Koalition einigt sich im Streit über Integrationskurse Von Mona Jaeger , Reiner Burger 12.05.2026, 15:54Lesezeit: 2 Min. Ein Deutschkurs für Ukrainer in MünchendpaUnion und SPD haben sich geeinigt: Mehr...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Einsparungen : Koalition einigt sich im Streit über Integrationskurse Von Mona Jaeger , Reiner Burger 12. 2026, 15:54Lesezeit: 2 Min. Ein Deutschkurs für Ukrainer in MünchendpaUnion und SPD haben sich geeinigt: Mehr Menschen als bisher geplant können an Integrationskursen teilnehmen.
Vorausgesetzt, die Gesamtkosten bleiben im Rahmen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Koalition hat sich auf Einsparungen bei Integrationskursen geeinigt, will aber mehr Menschen den Zugang ermöglichen als bisher geplant. Künftig sollen Asylbewerber und Geduldete nicht mehr an den staatlich finanzierten, allgemeinen Integrationskursen teilnehmen, bestätigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag in Berlin.
Die Einzelheiten
Stattdessen sollen für sie die Erstorientierungskurse ausgebaut werden, die auch Möglichkeiten zum Deutschlernen bieten. Der Bund will die Ausgaben für die Integrationskurse auf etwa 600 Millionen Euro pro Jahr begrenzen. Der Kompromiss sieht eine Deckelung bei den Gesamtkosten vor.
Künftig soll es ein Kontingent von freiwilligen Teilnehmern geben, deren Kurskosten vom Staat übernommen werden. Dieses Kontingent soll an den jeweiligen Haushalt und die Finanzplanungen geknüpft sein. Das Kontingent kann also vergrößert werden, aber auch verkleinert.
Dobrindt wollte bei Kursen sparen„Gruppen mit besonderem Integrationsbedarf“ sollen bei dem Kontingent Priorität haben, hieß es aus Koalitionskreisen. Gemeint sind ukrainische Flüchtlinge und EU-Bürger, die für den Arbeitsmarkt von Interesse sind. Für Personen, die noch im Asylverfahren sind, soll es Einstiegskurse geben, bei denen sie die Sprache für den Alltag lernen.
Was Experten sagen
Diese Einstiegskurse umfassen deutlich weniger Stunden als die klassischen Integrationskurse. Die SPD zeigte sich zufrieden mit der Einigung. „Jeder Euro in Integration zahlt sich aus – aber nicht wie ein Tagesgeldkonto nach zwölf Monaten.
Sprach- und Integrationskurse erhöhen die Chance auf Arbeit, Ausbildung, Steuern und Sozialbeiträge. Wer hier kürzt, spart kurzfristig im Kursbudget und zahlt langfristig über Bürgergeld, Fachkräftemangel und gescheiterte Integration drauf“, sagte Sebastian Fiedler, innenpolitischer Sprecher der Fraktion.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





