
Electrovac und die neue Generation der Börsenunternehmen
Electrovac geht an die Börse Die neue Generation der Börsenunternehmen Stand: 30.04.2026 • 15:19 Uhr Electrovac aus Bayern feiert heute Börsendebüt. Damit betritt ein weiterer Mittelständler das Parkett, der vom...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Electrovac geht an die Börse Die neue Generation der Börsenunternehmen Stand: 30. 2026 • 15:19 Uhr Electrovac aus Bayern feiert heute Börsendebüt. Damit betritt ein weiterer Mittelständler das Parkett, der vom anhaltenden Rüstungsboom profitieren möchte und für eine neue Generation börsennotierter Unternehmen steht.
Von Anne-Catherine Beck , ARD-Finanzredaktion Der Rüstungsboom verändert die Börsenlandschaft in Deutschland maßgeblich. Mit Electrovac ist seit heute bereits das neunte Unternehmen an der Börse gelistet, das in der Verteidigung beziehungsweise Rüstung aktiv ist - neben Rheinmetall, Airbus, Hensoldt, Renk Group, MTU, Gabler Group, Vincorion und TKMS. Dabei zeichnet sich ein Trend ab: Während früher vor allem große, etablierte und zum Teil milliardenschwere Konzerne den Gang an die Börse wagten, waren es zuletzt häufig kleinere Unternehmen.
Die Einzelheiten
2025 Ausgaben für Verteidigung Wie wichtig Start-ups für die Rüstungsindustrie sind Digitale Vernetzung und Künstliche Intelligenz werden in der Rüstungsbranche immer wichtiger. mehr Trend: Mittelständler gehen an die Börse Mit Vincorion und Gabler Group waren es beispielsweise klassische Mittelständler, mit 900 beziehungsweise 240 Mitarbeitern und Umsätzen von 240 Millionen Euro beziehungsweise 60 Millionen Euro im Jahr 2025. Auch der Börsen-Neuling Electrovac gehört eher zu den kleinen Unternehmen - die Firma aus Niederbayern, die sogenannte hermetische Glas-Metall-Versiegelungen für die Automobilbranche sowie für die Verteidigungsindustrie herstellt, erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 98 Millionen Euro.
2026 Energiewende Grüner Treibstoff fürs Militär Das deutsche Start-up Ineratec will grünes Kerosin für das Militär herstellen. mehr Aerospace und Defense bestimmen den IPO-Markt Diese neue Entwicklung stellt auch Marc Richter, Händler und Kapitalmarktexperte bei der Steubing AG, fest: "Wir haben sehr viele Rüstungsunternehmen oder zumindest Unternehmen, die sich mit Aerospace und Defense flaggen und die da jetzt einfach Geld einsammeln wollen. Weil das gerade das Thema ist.
Und da gibt es eben kleinere Unternehmen, die eine Art Zulieferer sind, die einfach das Momentum des Marktes nutzen wollen. " Dabei sei die Größe allein häufig kein Kriterium mehr, von dem abhängt, ob sich der Börsengang für Unternehmen lohnt oder nicht. Vielmehr gehe es um die Wachstumsaussichten - und die seien vor allem bei Unternehmen, die in der Rüstung oder Verteidigung aktiv sind, durchaus gut.
Andere Branchen haben zu kämpfen Zum Teil sogar deutlich besser als in anderen klassischen Branchen, so Richter: "Beim letzten großen Börsengang beispielsweise von Porsche haben wir ja gesehen, wie sich die Porsche-Aktie entwickelt hat. Die Automobilfirmen samt Zulieferer haben sehr sehr stark zu kämpfen. Währenddessen zum Beispiel Thyssenkrupp Marine einen positiven Börsengang hingelegt hat.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





