
Energiewende: Wie sich die schmutzige Seite der Erneuerbaren vermeiden lässt
Recycling, Effizienz, Umweltschutz Das schmutzige Problem der Energiewende – und wie es sich lösen lässt Die aktuelle Erneuerbare-Energien-Welt hat teils eine unschöne Seite: Konzerne zerstören ganze Landstriche, um...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Recycling, Effizienz, Umweltschutz Das schmutzige Problem der Energiewende – und wie es sich lösen lässt Die aktuelle Erneuerbare-Energien-Welt hat teils eine unschöne Seite: Konzerne zerstören ganze Landstriche, um Rohstoffe für Windräder und Solarzellen zu fördern. Eine Studie zeigt, wie es besser gehen könnte. Von Stefan Schultz 19.
51 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Ökostromanlagen in Bitterfeld-Wolfen: Ungrüne Baumaterialien Foto: Jan Woitas / DPA Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Der norwegische Aluminiumkonzern Norsk Hydro produziert Gerüste für Solarparks, die sich komplett recyceln lassen. Die gebrauchten Stangen können gesammelt, getrennt und zu neuen Produkten verarbeitet werden.
Solche und ähnliche Technologien gibt es inzwischen immer mehr, und das aus gutem Grund: Die Energiewende wird bisher meist zu eindimensional gedacht. Stammen die Elektronen aus Wind und Sonne, gilt ein Energiesystem aktuell meist schon als »grün«. Selbst wenn die physische Infrastruktur teils aus toxischen, nicht recycelbaren Verbundstoffen besteht.
Windräder, Solarpanels und Batteriespeicher haben mitunter ein schmutziges Geheimnis. Ihre Materialien entstammen teils noch brutalen Eingriffen in die Natur. Für das Kupfer, das in Stromkabeln steckt, reißen Baumaschinen etwa riesige Krater in die Landschaft.
Was Experten sagen
Und die Herstellung einer Tonne Neodym, eines Metalls, das für manche Windräder genutzt wird, verursacht 77 Tonnen CO₂. Raubbau zur Rettung des Planeten: So lautet derzeit teils noch die paradoxe Logik der Energiewende. Die Cradle to Cradle NGO, ein gemeinnütziger Verein aus Berlin, spricht vom »CO₂-Tunnelblick«, dem übertriebenen Fokus auf die Vermeidung von Kohlendioxid.
Die ist zweifelsohne wichtig. Aber um den Planeten zu retten, müsste man ganzheitlich denken – und auch die Gefahren der Energieerzeugung für die Biodiversität, die Wasserqualität und das Ökosystem mit bedenken. Auch und gerade, wenn es um erneuerbare Energien geht.
Die NGO will genau dieses Denken fördern: Alle Materialien, die zur Gewinnung, Umwandlung, Speicherung und Verteilung von Energie eingesetzt werden, sollten aus ihrer Sicht denselben strengen Kriterien unterliegen wie die Energie selbst. Sie sollten »toxikologisch unbedenklich und so gestaltet sein, dass sie am Nutzungsende ohne Qualitätsverlust wiederverwendet werden können«, heißt es in einer Studie zum Thema, die die NGO an diesem Dienstag vorstellt. Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+ Sie haben bereits ein Digital-Abo?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





