
Erhebung des Zentralrats: Dem Antisemitismus entgegentreten
Erhebung des Zentralrats : Dem Antisemitismus entgegentreten Ein Kommentar von Stephan Löwenstein 01.05.2026, 21:08 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Erhebung des Zentralrats : Dem Antisemitismus entgegentreten Ein Kommentar von Stephan Löwenstein 01. 2026, 21:08 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, am 25.
Januar in Berlin dpa Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat recht: Die Zustände sind unhaltbar. Zumindest am Befund schwindender Solidarität kann jeder etwas ändern. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Da hat Josef Schuster leider recht, wenn er die Zustände beklagt, unter denen die Mitglieder der jüdischen Gemeinden in unserem gemeinsamen Land leben müssen: Sie sind unhaltbar.
Die Einzelheiten
Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland stützt sich mit seiner Aussage auf eine neue Erhebung. Aber im Grunde zeigt es schon der Augenschein: Wenn jüdische Einrichtungen, ob Synagoge oder Schule, koscheres Restaurant oder Museum, schon weithin daran zu erkennen sind, dass sie mit Pollern und Polizisten geschützt werden müssen, dann ist etwas sehr im Argen. Und trotz dieses Schutzes häufen sich antisemitische Schmierereien, Parolen, Attacken.
Erheblich verschlimmert hat sich das infolge der Emotionalisierung des Diskurses nach dem 7. Doch die Entwicklung ist schon länger erkennbar. Sie geht hierzulande, die offensichtliche Tatsache muss ausgesprochen werden, mit der Einwanderung aus dem islamischen Raum einher.
Es geht nicht um zulässige Kritik an der Politik einer Regierung, sondern um die Dämonisierung und Verallgemeinerung auf „die Juden“. In allen Milieus muss dem entgegengetreten werden. Stimmungsmache mit antisemitischen Codes Allzu oft geschieht jedoch das Gegenteil.
Etwa, wenn auf der Berlinale Repräsentanten ein Haltungsbekenntnis gegen Israel abverlangt wird. Oder wenn die Linkspartei sich bemüßigt fühlt, in einem Beschluss (auch noch eines Landesverbands, der also mit Außenpolitik nichts zu tun hat) den „heute real existierenden Zionismus“ abzulehnen. Das ist Stimmungsmache mit antisemitischen Codes.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





