
Erneute KI-Euphorie: SAP trotzt der Angst vor Künstlicher Intelligenz
Erneute KI-Euphorie : SAP trotzt der Angst vor Künstlicher Intelligenz Von Susanne Klöpfer 04.05.2026, 13:42 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die Aussichten vom deutschen Softwarehersteller SAP wirkten...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Erneute KI-Euphorie : SAP trotzt der Angst vor Künstlicher Intelligenz Von Susanne Klöpfer 04. 2026, 13:42 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die Aussichten vom deutschen Softwarehersteller SAP wirkten aufgrund von Künstlicher Intelligenz in den vergangenen Monaten eher grau.
Anleger haben viele Softwaretitel aus ihrem Portfolio genommen. Der Grund: Sie fürchten, die Künstliche Intelligenz wird künftig die Programme schreiben. Beim SAP scheint sich das aber gerade als Irrtum zu erweisen.
Die Einzelheiten
Sollten Anleger nun wieder investieren? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Lange galt Europas größter Softwarehersteller SAP als nahezu unangreifbar. Noch im Frühjahr 2025 erklomm das Unternehmen aus Walldorf in Baden-Württemberg den Thron als wertvollstes Unternehmen Europas mit einem Börsenwert von mehr als 300 Milliarden Euro.
Heute aber sieht das mit einer Bewertung von etwa 180 Milliarden Euro etwas anders aus. SAP-Titel haben im Vergleich zu ihrem Rekordhoch von 2025 etwa 45 Prozent ihres Wertes verloren. Denn immer mehr Investoren haben Softwareanbieter im Portfolio abgestoßen, aus Angst vor einem zunehmend schwierigen Geschäftsumfeld angesichts des rasanten Wachstums von Künstlicher Intelligenz (KI).
Vor allem das US-Start-up Anthropic sorgte in den vergangenen Monaten wiederholt mit der Veröffentlichung von Zusatzmodulen für seine KI „Claude“ für Unruhe. Diese schürten Ängste, dass klassische Firmensoftware langfristig überflüssig werden könnte. Das aktuelle Kursziel der SAP-Aktie liegt bei 210 Euro.
Was Experten sagen
Mit 84 Prozent empfiehlt ein Großteil der Analysten den Kauf des Titels. Die Bewertungen liegen am unteren Ende der Skala bei 130 Euro der DZ Bank. Operativ sei der Softwarekonzern gut ins Jahr gestartet, schrieb Analyst Armin Kremser, der zum Verkauf rät.
Allerdings dürfte sich das starke Wachstum des Cloud-Geschäfts im Jahresverlauf deutlich verlangsamen. UBS ist wiederum optimistisch mit einem Kursziel von 205 Euro. Eine klare Kaufempfehlung sprechen sogar die Analysten des Investmenthauses Bernstein mit 273 Euro aus.
Bei den Marktbeobachtern dreht sich derzeit alles um die Grundsatzfrage, ob SAP durch Künstliche Intelligenz bedroht wird oder ob das Unternehmen im neuen Zeitalter der KI-Agenten und autonomen Systeme sogar eine entscheidende Rolle spielen kann. Lebenszeichen von SAP nach erstem Quartal Die Geschäftszahlen zum ersten Quartal Ende April wurden vielfach als wichtiges Lebenszeichen des Unternehmens gedeutet. Der Kurs der Aktie fiel erst kräftig ab, dann zog er wieder deutlich an.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





