
ESC-Direktor Martin Green: „Wir freuen uns über jeden, der dabei ist“
ESC-Direktor Martin Green : „Wir freuen uns über jeden, der dabei ist“ Von Peter-Philipp Schmitt, Wien 11.05.2026, 18:13Lesezeit: 5 Min. Martin Green, der Direktor des ESC, bei einem Interview.ReutersDer Brite Martin...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. ESC-Direktor Martin Green : „Wir freuen uns über jeden, der dabei ist“ Von Peter-Philipp Schmitt, Wien 11. 2026, 18:13Lesezeit: 5 Min. Martin Green, der Direktor des ESC, bei einem Interview.
ReutersDer Brite Martin Green ist seit knapp zwei Jahren ESC-Direktor. Im Interview spricht er über Boykotte, Regelbrüche und was den Song Contest auch nach 70 Jahren noch so besonders macht. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Green, der ESC in diesem Jahr steht unter keinem guten Stern.
Die Einzelheiten
Gleich fünf Länder boykottieren die Veranstaltung wegen der Teilnahme Israels, und das im Jubiläumsjahr, 70 Jahre nach seiner Gründung. Entsprechen die damaligen Werte der Gründungsväter noch den heutigen? Und ich möchte zunächst betonen, dass fünf unserer Familienmitglieder dieses Jahr nicht dabei sein konnten.
Das bedauern wir sehr, und wir vermissen sie, aber wir respektieren ihre Entscheidung. 35 unserer Familienmitglieder sind hier. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Zahl fünf und die Zahl 35 zwei sehr unterschiedliche Zahlen sind.
Das zeigt, wo der Konsens liegt. Unsere Werte bleiben dieselben. Wir waren schon immer ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen und Vielfalt feiern und versuchen, die Welt so zu zeigen, wie sie sein könnte.
Was Experten sagen
Ja, wir haben vor 70 Jahren hauptsächlich angefangen, um Technologien zu testen, aber selbst so lange nach dem Zweiten Weltkrieg gab es noch den Wunsch, Europa zusammenzubringen. Dafür haben wir uns immer eingesetzt. Als Osteuropa Teil der Show wurde, war das etwas, was niemand für möglich gehalten hätte.
Natürlich kann man bei einem so großen Projekt nie immun gegen die Geschehnisse in der Welt sein, insbesondere in diesen schwierigen und umstrittenen Zeiten. Aber ich denke, wir zeigen, dass wir in unserem Handeln beständig sind. 35 ist dennoch die niedrigste Teilnehmerzahl seit 2004.
Halten Sie den ESC-Slogan „Vereint durch Musik“ noch für passend? Es sind 35 Teilnehmer, über die Zahl kann man streiten, aber sie ist nicht unerheblich. Wir sind nach wie vor die größte Musiksendung der Welt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





