
EU-Agrarsubventionen: Abu Dhabis Herrscherfamilie Al Nahyan erhielt wohl Zahlungen in Millionenhöhe
Recherche zu Agrarzahlungen Herrscherfamilie von Abu Dhabi erhielt wohl EU-Subventionen in Millionenhöhe Die Familie Al Nahyan ist laut Schätzungen die zweitreichste der Welt – und besitzt viel Ackerland in Europa....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Recherche zu Agrarzahlungen Herrscherfamilie von Abu Dhabi erhielt wohl EU-Subventionen in Millionenhöhe Die Familie Al Nahyan ist laut Schätzungen die zweitreichste der Welt – und besitzt viel Ackerland in Europa. Einer Recherche zufolge soll sie so von EU-Subventionen in Höhe von mehr als 71 Millionen Euro profitiert haben. 21 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Herrscher von Abu Dhabi und Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate Foto: Abdulla Al-Neyadi / UAE's Ministry of Presidential Affairs / Das Herrscherhaus von Abu Dhabi, das Teil der Vereinigten Arabischen Emirate ist, soll über seinen Landbesitz in Europa Agrarsubventionen in Millionenhöhe erhalten haben. Das berichtet der britische »Guardian« unter Berufung auf die Klimaschutzorganisation DeSmog, die mit Medien aus Spanien und Rumänien dazu recherchiert und die Ergebnisse mit dem »Guardian« geteilt hat.
Die Einzelheiten
Die Familie Al Nahyan besitzt demnach über Firmen und Tochtergesellschaften Ackerflächen in Rumänien, Italien und Spanien. Diese Gesellschaften hätten in sechs Jahren mehr als 71 Millionen Euro an EU-Subventionen erhalten, heißt es in dem Bericht. Die Herrscherfamilie ist mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 320 Milliarden Dollar die zweitreichste Familie der Welt.
Das Vermögen stammt hauptsächlich aus den riesigen Ölreserven der Emirate. Die Gemeinsame Agrarpolitik macht insgesamt rund ein Drittel des EU-Haushalts aus. Wie viel der darin enthaltenen Subventionen für Landwirtinnen und Landwirte in die Hände ausländischer Investoren geraten, ist nicht bekannt.
Die Organisation DeSmog hat für die Recherche zusammen mit der spanischen Tageszeitung »El Diario« und dem rumänischen Nachrichtenportal »G4Media« Daten von Tausenden Begünstigten der Agrarsubventionen aus den Jahren 2019 bis 2024 ausgewertet. Das Recherchekollektiv verfolgte so 110 Zahlungen an ein Netzwerk von Unternehmen und Tochtergesellschaften zurück, die von der Familie Al Nahyan kontrolliert werden. Dazu gehörte demnach auch der Staatsfonds ADQ.
Großer rumänischer Konzern profitierte, EU diskutiert ÄnderungenDem »Guardian« zufolge reagierten fast alle Genannten nicht auf Anfragen für Stellungnahmen zu der Thematik. Der ADQ lehnte eine Stellungnahme demnach ab. Die höchste Summe wurde dem Bericht zufolge an einen rumänischen Agrarkonzern gezahlt, der den größten Bauernhof Europas betreibt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





