
Europa: Warum es sich nirgends besser lebt als in der EU
meinung Jammern auf Weltniveau Warum es nirgends besser ist als in Europa Eine Kolumne von Ullrich Fichtner Die Europäische Union wird verhöhnt und verurteilt. Wer jedoch von einem guten Leben in Freiheit, Würde und...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. meinung Jammern auf Weltniveau Warum es nirgends besser ist als in Europa Eine Kolumne von Ullrich Fichtner Die Europäische Union wird verhöhnt und verurteilt. Wer jedoch von einem guten Leben in Freiheit, Würde und Wohlstand träumt, ist hier genau richtig. Und das Beste kommt erst noch.
23 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Sonnenuntergang in Stockholm: Europäer jammern, als gäbe es kein Morgen Foto: Matias Basualdo / ZUMA Press Wire / IMAGO Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Dass vor uns allen das beste Europa aller Zeiten liegen könnte, dafür spricht gerade nicht sehr viel. Eingekeilt zwischen einem irren US-Präsidenten und dem Warlord im Kreml wirken die Aussichten aktuell eher trübe.
In nicht wenigen Staaten des Kontinents wachsen antidemokratische, antiliberale Fliehkräfte, und die nationale Nabelschau wird vielerorts wieder für ein weltweites Panorama gehalten. Nicht schön, das alles. Die Briten, zum Glück gerade nicht mehr stimmberechtigt in der EU, wollen ihrem Brexit-Lügner Nigel Farage offenkundig mit Karacho auch noch in die nächste Sackgasse folgen.
Die Tschechen haben kürzlich einen alten Rechtsnationalisten zum Ministerpräsidenten gewählt, der das Zeug zum neuen Viktor Orbán hat. Und in Deutschland liegt an der Spitze von Umfragen nun: die AfD. Zum Autor Ullrich Fichtner, Jahrgang 1965, bereist als Reporter des SPIEGEL seit 2001 die Welt.
Was Experten sagen
Er hat aus vielen Kriegs- und Krisengebieten berichtet, mit wechselnden Dienstsitzen in Hamburg, New York und Paris. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet. Dass viele Menschen heute, zumal im reichen Europa, den Glauben an die Zukunft verlieren, findet er unbegreiflich.
Heutige Kinder seien, im Gegenteil, »geboren für die großen Chancen«, meint er, und so lautet auch der Titel eines seiner Bücher. Wenn ich als Kind Schluckauf hatte, sagten meine Eltern: Luft anhalten und dreimal schlucken. Ich habe nie überprüft, ob es dafür irgendeine anatomisch-medizinische Begründung gibt, aber funktioniert hat es meistens.
Es hatte wohl auch mit innerer Beruhigung zu tun, mit kindlicher Autosuggestion vielleicht. Das wird mit Europas Krisen nicht ganz so leicht zu machen sein, schon klar, aber was ich mit dem Schluckauf-Gleichnis sagen will, ist dies: Wenn die vernünftige Mehrheit und demokratische Öffentlichkeit ab und an auch mal einfach die Luft anhalten könnte, mit oder ohne Schlucken, und nicht bei jeder schlechten Nachricht sofort in Panik geriete, dann könnte sehr schnell alles besser werden. Viele Menschen leisten zum Glück längst vorbildliche Arbeit in diese richtige Richtung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





