
EZB wartet weiter ab: Leitzins bleibt bei 2,0 Prozent
Leitzins bleibt bei 2,0 Prozent EZB wartet weiter ab Stand: 30.04.2026 • 14:45 Uhr Der Ölpreisschock durch den Iran-Krieg hat die Inflationsrate im Euroraum auf drei Prozent steigen lassen. Dennoch bleibt der Leitzins...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Leitzins bleibt bei 2,0 Prozent EZB wartet weiter ab Stand: 30. 2026 • 14:45 Uhr Der Ölpreisschock durch den Iran-Krieg hat die Inflationsrate im Euroraum auf drei Prozent steigen lassen. Dennoch bleibt der Leitzins erst einmal unverändert.
Das könnte sich im Jahresverlauf ändern. Trotz steigender Energiepreise und einer höheren Inflation in der Eurozone belässt die Europäische Zentralbank (EZB) den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins bei 2,0 Prozent. Zum siebten Mal in Folge veränderten die Währungshüter den Leitzins damit nicht .
Die Einzelheiten
Stattdessen wartet die Notenbank ab, bis mehr Daten zu den Kriegsfolgen vorliegen. Volkswirte erwarten jedoch, dass die Zentralbank im Jahresverlauf die Zinsen anheben wird. "Je länger der Krieg anhält und je länger die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben, desto stärker wird sich dies voraussichtlich auf die allgemeine Inflation und die Wirtschaft auswirken", erklärten die Euro-Währungshüter.
Schon die US-Notenbank Federal Reserve und die britische Notenbank hatten sich für die dritte Zinspause im laufenden Jahr entschieden. Energiepreise um über zehn Prozent gestiegen "Es ist nachvollziehbar, dass die EZB trotz des Inflationsanstiegs im März den Leitzins unverändert gehalten hat", kommentierte GDV-Hautpgeschäftsführer und Ex-EZB-Direktor Jörg Asmussen. Mit Blick auf die ungewisse Dauer des Iran-Kriegs und die Tiefe seiner wirtschaftlichen Auswirkungen navigiere die EZB derzeit im Nebel.
Eine Zinserhöhung sei daher falsch, da sie die schwache Konjunktur zusätzlich belasten würde , ohne den Energiepreisschock direkt bekämpfen zu können, sagte auch Lena Dräger vom Institut für Weltwirtschaft Kiel. "Die richtige Antwort ist: abwarten. " Die EZB müsse aber dennoch unmissverständlich signalisieren, dass sie wenn nötig rasch und entschlossen handeln wird.
Was Experten sagen
Der Ölpreisanstieg hatte die Inflation zuletzt mächtig angeheizt. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im April um durchschnittlich 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte. Bereits im März und damit nach Ausbruch des Konflikts war die Teuerungsrate auf 2,6 Prozent geklettert.
Als Inflationstreiber erweist sich Energie, die sich im April erheblich um 10,9 Prozent verteuerte. "Wachsamkeit ist angesagt" Steigende Inflationsraten schmälern die Kaufkraft der Menschen. Ohne die stark gestiegenen Energiepreise sei die Inflation im April zwar gefallen, analysierte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.
"Aber die EZB sollte sich nicht in falsche Sicherheit wiegen. " Umfragen zeigten, dass die Unternehmen die höheren Energiepreise rasch an die Verbraucher weitergeben würden. "Die EZB wird nicht um eine Zinserhöhung herumkommen", so der Experte.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





