
Festgeld, Anleihen und Bauzinsen: Warum die Zinswende längst läuft
Festgeld und Bauzinsen Warum die Zinswende längst läuft Stand: 02.05.2026 • 15:15 Uhr Die EZB hält still, doch an den Märkten steigen die Zinsen bereits. Bundesanleihen rentieren so hoch wie seit 2011 nicht mehr. Für...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Festgeld und Bauzinsen Warum die Zinswende längst läuft Stand: 02. 2026 • 15:15 Uhr Die EZB hält still, doch an den Märkten steigen die Zinsen bereits. Bundesanleihen rentieren so hoch wie seit 2011 nicht mehr.
Für Hausbauer wird es teurer, Sparer bekommen mehr Festgeldzinsen. Von Angela Göpfert , ARD-Finanzredaktion Die Europäische Zentralbank hat nicht an den Zinsen gerührt. Der Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent .
Die Einzelheiten
Offiziell heißt es also: Ruhe an der Zinsfront. Doch die Finanzmärkte erzählen eine andere Geschichte: Hier ziehen die Zinsen längst wieder an. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Wochenverlauf bis auf 3,13 Prozent - der höchste Stand seit 2011.
Das zeigt: Anleger rechnen wieder mit höheren Inflationsraten - und mit einer EZB, die in den kommenden Monaten an der Zinsschraube drehen könnte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe gilt als wichtiger Gradmesser für die langfristigen Zinsen in Deutschland. Steigt sie, wird auch die Finanzierung für Staat, Unternehmen und Verbraucher tendenziell teurer.
2026 Leitzins bleibt bei 2,0 Prozent EZB wartet weiter ab Der Ölpreisschock durch den Iran-Krieg hat die Inflationsrate im Euroraum auf drei Prozent steigen lassen. mehr Inflation im Euroraum bald bei vier Prozent? Auslöser für den jüngsten Renditesprung seien die gestiegenen Inflationsrisiken seit dem Ausbruch des Iran-Krieges, betont Edgar Walk, Chefvolkswirt von Metzler Asset Management, im Gespräch mit der ARD-Finanzredaktion .
Was Experten sagen
"Wir haben einen neuen Energiepreisschock und damit verbunden die Erwartung, dass die Inflation in den nächsten Monaten deutlich anspringt. " Im April lag die Teuerung im Euroraum bei 3,0 Prozent, in Deutschland bei 2,9 Prozent . Noch wichtiger für die Geldpolitik ist aber der Blick nach vorn.
Und der verheißt nichts Gutes: Für die kommenden zwölf Monate rechnen Verbraucher im Euroraum laut einer Umfrage der EZB inzwischen mit einer Inflation von vier Prozent. Das liegt deutlich über dem Ziel der Währungshüter von mittelfristig zwei Prozent. Inflation und Energiepreise setzen die EZB unter Druck Für die Notenbank ist das heikel, droht doch aus dem Preisschub am Ölmarkt eine breitere Inflationsdynamik zu entstehen.
Genau davor warnt Metzler-Ökonom Walk: Die EZB müsse auf Inflationsrisiken reagieren, "da sonst die Möglichkeit besteht von Zweitrundeneffekten". Damit ist gemeint: Höhere Energiepreise treiben die Lebenshaltungskosten. Beschäftigte fordern höhere Löhne.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





