
Folgen des Irankriegs: Die arabische Welt sortiert sich neu
Folgen des Irankriegs : Die arabische Welt sortiert sich neu Ein Kommentar von Christoph Ehrhardt, Beirut 30.04.2026, 11:46 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der syrische Präsident Ahmed Al-Sharaa und der...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Folgen des Irankriegs : Die arabische Welt sortiert sich neu Ein Kommentar von Christoph Ehrhardt, Beirut 30. 2026, 11:46 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der syrische Präsident Ahmed Al-Sharaa und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman in Jeddah, am 21.
Der Irankrieg bringt die Ordnung des Nahen Ostens durcheinander. Die Ölmonarchien müssen sich neu ausrichten. Entsteht nun eine neue sunnitische Achse?
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die arabische Welt ist dabei, ihre Beziehungen neu zu sortieren. Und auch der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa will die Chance nutzen. Gerade ist er an den Golf gereist, um sich als Partner zu etablieren.
Syrien ist strategisch wichtig gelegen, mit Grenzen zur Türkei und Zugang zum Mittelmeer. Scharaa kann den schwerreichen Herrschern am Golf ein Verbündeter gegen Iran sein, dessen Einfluss er aus seinem Land ebenso wie sie fernhalten will. Die Gelegenheit für Damaskus ist günstig.
Vor allem die reichen Ölmonarchien denken um. Im Zuge des Irankrieges, den der amerikanische Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gegen ihren Willen entfacht haben, richten sie sich strategisch neu aus. Die Syrer haben auf besonders brutale Weise erlebt, wie es ist, Verlierer regionaler Konflikte und rücksichtsloser Großmachtpolitik zu sein.
Was Experten sagen
Die Golfstaaten sind dabei, eine abgeschwächte Erfahrung dieser Art zu machen. Nur entscheidet sich hier maßgeblich die Zukunft der Region. Die Monarchien gelten als Vorbild.
Sie sind zwar autoritär geführt, aber dafür reich und sicher. Sie sind das arabische Modell für einen stabilen und erfolgreichen Staat. Womöglich das einzige.
Das Vertrauen in die USA als Schutzmacht hat gelitten Doch das Modell Golf ist dieser Tage wie nie herausgefordert. Der iranische Raketenterror hat gezeigt, dass die Golfstaaten nicht immun sind gegen die Konflikte in der Region. Nicht nur die Infrastruktur hat sich als verwundbar herausgestellt, sondern ebenso ihre Handelsrouten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





