
Förster und Autor: „Bakterien möchten den Körper in Schuss halten“
Förster und Autor : „Bakterien möchten den Körper in Schuss halten“ Von Pia Heinemann 03.05.2026, 14:26 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Peter Wohlleben bringt Menschen mit Büchern, Vorträgen und Kursen die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Förster und Autor : „Bakterien möchten den Körper in Schuss halten“ Von Pia Heinemann 03. 2026, 14:26 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Peter Wohlleben bringt Menschen mit Büchern, Vorträgen und Kursen die Natur nahe.
dpa Peter Wohlleben ist als Förster und Naturautor berühmt geworden. Nun hat er ein Buch über Bakterien geschrieben und erklärt, warum er darin Triggerwarnungen ausspricht. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Wohlleben, Ihr neues Buch trägt den Titel „Bakterien Die heimlichen Helden“.
Die Einzelheiten
Nach der Lektüre scheinen die Bakterien aber eher unheimlich zu sein. Ja, aber es gibt eben nicht nur diese gruselige Seite. Die kann man nicht weglassen, aber ich will auch die positiven Seiten zeigen: Ohne Bakterien können wir nicht leben.
Im Alltag hauen wir auf Bakterien immer drauf, mit Zahnpasta, Seife, Antibiotika. Aber ohne sie würden wir innerhalb von Minuten tot vom Stuhl fallen. Wir sollten vorsichtiger mit ihnen umgehen, dankbarer sein.
Von den positiven Seiten, Stichwort Darm- und Hautbakterien, haben viele mittlerweile gehört. Aber es gibt noch eine andere Dimension? Wenn wir in der Geschichte zurückgehen, dann ist unser Denken in Bezug auf die Natur immer von Automatenwesen geprägt.
Was Experten sagen
So hat René Descartes Enten aufgeschnitten und dann Zeichnungen von ihnen erstellt, in denen sie von Zahnrädern und Keilriemen angetrieben wurden. Dieses Weltbild wirkt bis in die moderne Wissenschaft fort: Gene sind Computerprogramme, Zellbakterien sind Zellkraftwerke, die Vorgänge in den Lebewesen laufen vollautomatisch ab. Also – bei allen Lebewesen außer bei uns und ein paar sehr nahen verwandten Arten, Menschenaffen, oder Timmy .
Solche mechanistischen Begrifflichkeiten versperren meiner Meinung nach den Blick auf das Wesentliche. Sie sind bestens mit der Ökologie vertraut. Hat Sie bei der Recherche irgendetwas überrascht?
Das große Ganze hat mich nicht vom Stuhl gehauen, weil ich mich damit schon lange beschäftige. Zuletzt noch mal intensiver in einem Fachbuch für den neuen Studiengang, den ich mit initiiert habe, er heißt „Sozialökologisches Waldmanagement“. Was mich aber immer wieder umhaut, das sind die Details.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





