
Frankfurt: Fraport will Ausschüttungsquote künftig deutlich anheben
Frankfurt : Fraport will Ausschüttungsquote künftig deutlich anheben Von Ole Kaiser 12.05.2026, 16:36Lesezeit: 3 Min. Blick vom Dach des Parkhauses T3 auf Terminal 3 des Frankfurter Flughafens am 17.03.2026.Frank...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Frankfurt : Fraport will Ausschüttungsquote künftig deutlich anheben Von Ole Kaiser 12. 2026, 16:36Lesezeit: 3 Min. Blick vom Dach des Parkhauses T3 auf Terminal 3 des Frankfurter Flughafens am 17.
Frank RöthFür dieses Jahr sollen Fraport-Aktionäre erstmals seit 2019 wieder eine Dividende in Höhe von einem Euro bekommen. Von 2028 an soll diese aber deutlich höher liegen. Aktionäre zweifeln derweil die Notwendigkeit des Terminals 3 an.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Fraport steht vor einer Zeitenwende. So drückte es Vorstandschef Stefan Schulte am Dienstag bei der Hauptversammlung aus. Nach einem Jahrzehnt der großen Investitionen im peruanischen Lima, in Antalya und in Frankfurt mit dem Terminal 3 sei das Investitionsprogramm „durch“, sagte Schulte.
Erstmals seit vielen Jahren habe man wieder einen leicht positiven Free Cash Flow, wolle endlich wieder eine Dividende ausschütten (1 Euro je Aktie). Operativ legte Fraport 2025 beim Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um zehn Prozent auf 1,44 Milliarden Euro zu, der Konzerngewinn ging allerdings wegen höherer Zinsen und Abschreibungen erwartungsgemäß zurück. Beim Klimaschutz sieht Schulte Fraport auf Kurs: Minus 32 Prozent Treibhausgasemissionen auf 109.
000 Tonnen im Jahr 2025 könne man vorweisen, der Strombedarf werde bald vollständig über On- und Offshore-Wind sowie die Photovoltaik-Anlagen am Flughafen gedeckt. Die Passagierzahlen haben über alle Fraport-Flughäfen hinweg mit 184 Millionen das Vorkrisenniveau erreicht, getragen von den Auslandsbeteiligungen, die stark zugelegt haben: Die Flughäfen in Griechenland liegen 23 Prozent über dem Niveau von vor Corona, Antalya zehn Prozent, Lima acht Prozent darüber. Frankfurt hängt mit rund 90 Prozent des Vorkrisenniveaus international weiter hinterher, stehe national aber nicht schlecht da, sagte Schulte.
Was Experten sagen
Um wieder Richtung 70 Millionen Passagiere am Standort Frankfurt zu kommen, müssten die Standortkosten sinken. Fraport will Eigenkapitalquote erhöhenIm Ausblick dominierte erwartungsgemäß ein Thema: Kerosin. Ursprünglich habe man ein Plus bei den Passagierzahlen von vier bis sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet.
Ob das zu erreichen sei, könne man derzeit kaum absehen. Fraport habe Notfallpläne, rechne aber nicht mit einer Mangellage, sagte Schulte. Das größte Risiko sei derzeit vielmehr eine „self-fulfilling prophecy“, nach der Fahrgäste aus Sorge vor Problemen erst gar keine Flüge buchten, sondern stattdessen mit Auto oder Bahn zum Urlaubsort reisten.
Zudem hätten schon die Streiks bei der Lufthansa im April rund 500. 000 Passagiere betroffen, die nun nicht mehr in der Statistik auftauchen. Finanziell hat Fraport laut Schulte die teuren Jahre hinter sich.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





