
Freiburger Finaleinzug: Die neue badische Lösung
Freiburger Finaleinzug : Die neue badische Lösung Ein Kommentar von Konrad Ringleb 08.05.2026, 13:01Lesezeit: 3 Min. Ekstase im Breisgau: Der Sport-Club steht im Finale der Europa League.ReutersDer einst kleine SC...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Freiburger Finaleinzug : Die neue badische Lösung Ein Kommentar von Konrad Ringleb 08. 2026, 13:01Lesezeit: 3 Min. Ekstase im Breisgau: Der Sport-Club steht im Finale der Europa League.
ReutersDer einst kleine SC Freiburg trägt sich mit dem Einzug ins europäische Endspiel in eine elitäre Liste ein. Der Erfolg zeigt, dass die alten Zeiten vorbei sind. Und wie einem Verein der Aufstieg gelingt.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Tief im Süden des Landes gibt es eine Erzählung: Die Menschen dort sind so pragmatisch, so am friedlichen Miteinander interessiert, dass sie für alles eine Lösung finden, wenn man nur genug über die Dinge schwätzt. Die badische Lösung nennen sie das. Europa League Liveticker Im Süden des Badnerlandes liegt eine Studentenstadt, die bis in die Neunzigerjahre eine kleine, feine Fußballszene vorzuweisen hatte.
Dann begann der Aufstieg des Sport-Clubs. Immer mehr Menschen zogen in die Stadt, nicht nur um zu studieren, sondern auch, um dort zu bleiben. Mit der Stadt wuchs auch der Klub.
Und weil dieser Klub scheinbar gar nicht ganz groß werden und ganz schnell wachsen wollte, hat er dem Rest des Landes nun gezeigt, wie Wachstum und Aufstieg im Fußball funktionieren können. Wie ein Student im ersten SemesterSeine ersten Bundesligajahre erlebte der SC im kleinen Dreisamstadion. In der zweiten Halbzeit spielte er oft in Richtung des gemächlichen Flusses hinter der Tribüne, weil sich der Platz einen Tick senkte und die Spieler in den rot-weißen Trikots so einen kleinen, aber feinen Vorteil hatten.
Was Experten sagen
Das war Fußballromantik, wie sie selbst in den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende schon selten geworden war in der Bundesliga. Irgendwann ging der ewige Trainer Volker Finke, es kam Christian Streich. Der SC gehörte nun zur Bundesliga wie der schwäbische Rivale aus Stuttgart, wie der HSV, wie Köln oder Schalke.
Lange erzählten sie sich im Breisgau: Wir sollten uns erst mal darauf konzentrieren, dort zu bleiben, ganz oben. Aber immer häufiger verkauften sie Spieler teuer und kauften solche, die noch teurer wurden. Riesiger Jubel, große Momente: Lukas Kübler (vorn) feiert mit Vincenzo Grifo (links) seinen Treffer zum 1:0.
dpaDas war in den Zehnerjahren. Plötzlich aber erreichte der SC die großen Spiele. Dort wirkte er wie ein Student im ersten Semester, der zwar fleißig gelernt hatte, aber sich in der Prüfung verhaspelte.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





