
Friedrichsdorf: Zündstoff aus dem Rathaus
Friedrichsdorf : Zündstoff aus dem Rathaus Ein Kommentar von Florentine Fritzen 12.05.2026, 08:27Lesezeit: 2 Min. Streit über Rathausposten: Die Stelle des Ersten Stadtrats soll in Friedrichsdorf künftig hauptamtlich...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Friedrichsdorf : Zündstoff aus dem Rathaus Ein Kommentar von Florentine Fritzen 12. 2026, 08:27Lesezeit: 2 Min. Streit über Rathausposten: Die Stelle des Ersten Stadtrats soll in Friedrichsdorf künftig hauptamtlich besetzt sein.
Rainer WohlfahrtDie Argumente der Befürworter wie der Gegner einer Stadtratsstelle im Hauptamt sind triftig. In Friedrichsdorf spielt zugleich die spezielle parteipolitische Lage eine Rolle. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es ist nicht leicht zu beurteilen, ob eine Stadt mit knapp 26.
Die Einzelheiten
000 Einwohnern einen hauptamtlichen Ersten Stadtrat braucht. In deutlich kleineren Kommunen wird der Posten meist im Ehrenamt geführt, in deutlich größeren meist im Hauptamt. Friedrichsdorf im hessischen Hochtaunuskreis fällt in die uneindeutige Kategorie dazwischen.
Das bietet Zündstoff für Streit. Jüngst haben die Stadtverordneten beschlossen, den höchsten Posten im Magistrat nach dem Bürgermeister wieder einem hauptamtlichen Vertreter zu übertragen, so wie schon bis 2013. Das finden einige in der Stadt nicht gut.
Sie verlangen, dass die Friedrichsdorfer darüber selbst entscheiden sollen – und nicht ihre parlamentarischen Vertreter, die sie am 15. März in die Stadtverordnetenversammlung gewählt haben. Damit es zum Bürgerentscheid kommen kann, müsste das jetzt begonnene Bürgerbegehren bis zum 10.
Was Experten sagen
Juni 2000 Unterschriften erhalten. Die zentralen Argumente beider Seiten sind triftig. Die neue Koalition aus CDU, FWG und FDP, auf deren Antrag die Hauptsatzung jetzt geändert worden ist, verweist auf die gestiegenen Herausforderungen an moderne Stadtverwaltungen.
Mit einem hauptamtlichen Stadtrat lasse sich arbeitsteilig führen, Verantwortung besser bündeln. Das erscheint angesichts der Aufgabenvielfalt der Kommunen plausibel. Doch auch das Hauptargument der Opposition aus Grünen und SPD ist nicht von der Hand zu weisen: Ein von der Stadt angestelltes Magistratsmitglied verursacht Personalkosten, die bei Ehrenamtlern so nicht anfallen.
Sie belasten den ohnehin knappen Haushalt zusätzlich.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





