
Frittenfett: Aus der Fritteuse in den Tank
Frittenfett : Aus der Fritteuse in den Tank Von Patricia Andreae 04.05.2026, 17:45 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Lecker und lukrativ: Frittiertes mögen nicht nur Kinder gern, das Öl, in dem Pommes und...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Frittenfett : Aus der Fritteuse in den Tank Von Patricia Andreae 04. 2026, 17:45 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Lecker und lukrativ: Frittiertes mögen nicht nur Kinder gern, das Öl, in dem Pommes und Schnitzel knusprig werden, lässt sich weiterverwerten.
dpa Aus Küchenabfällen stellt das Unternehmen Münzer aus Österreich Biodiesel her und sammelt dafür auch in Hessen Öl aus Fritteusen. Vielleicht sind es wichtige Tropfen gegen die Rohölknappheit. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Knallgelb ist der Container auf dem Wertstoffhof in Neu-Isenburg .
Die Einzelheiten
Er ähnelt einem Glascontainer, ist aber nur halb so groß. Und es gibt noch einen wesentlichen Unterschied: hier sollen nämlich nicht leere, sondern volle Flaschen eingeworfen werden – Flaschen mit benutztem Frittieröl, Ölresten aus Sardinenbüchsen oder dem Glas mit den getrockneten Tomaten. Insgesamt sechs Standorte hat das österreichische Unternehmen Münzer für seine Sammelbehälter derzeit in der Rhein-Main-Region.
In Neu-Isenburg und Dreieich haben Bürger in den vergangenen zwei Jahren brav gesammelt und rund 3800 Kilogramm Altspeiseöl in die Container geworfen. Dafür hat Münzer dem für die Entsorgung in der Region zuständigen Dienstleistungsbetrieb DLB jetzt mit einer Urkunde bescheinigt, dass auf diese Weise 11. 500 Kilogramm CO₂ eingespart werden konnten.
Denn das Altöl wurde am Heimatstandort des 1991 gegründeten Familienunternehmens Münzer in Wien zu Biokraftstoff verarbeitet. Für die Tankstelle: Frittierfett kann zu Biodiesel werden. Firma Münzer „Die Ergebnisse zeigen, dass Kreislaufwirtschaft auf kommunaler Ebene konkret funktioniert“, sagt Albert Bechtoldt, Vertriebsleiter der Münzer Deutschland GmbH, die ihren Sitz im bayerischen Rosenheim hat.
Was Experten sagen
„Aus einem Alltagsreststoff wird ein wertvoller Rohstoff. “ Das sei nicht nur ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz, sondern könne auch die Folgen der aktuellen Rohölknappheit ein wenig lindern. Dafür allerdings müsste noch deutlich mehr gesammelt werden.
So sieht man bei Münzer auch für die südhessischen Kommunen Neu-Isenburg und Dreieich noch erhebliches Wachstumspotential. Je Einwohner fallen in den privaten Küchen etwa 1,3 Liter Altspeiseöl im Jahr an. 000 Einwohnern könnten in den beiden Kommunen somit jährlich mehr als 100.
000 Kilogramm Öl gesammelt werden. Das entspreche einem möglichen Einsparpotential von rund 312. 000 Kilogramm CO₂ im Jahr.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





