
Führungswechsel im Vierzylinder: BMW muss sich ändern
Führungswechsel im Vierzylinder : BMW muss sich ändern Ein Kommentar von Henning Peitsmeier 05.05.2026, 21:59Lesezeit: 3 Min. Der Neue in München: Produktionsvorstand Milan Nedeljković tritt nach der Hauptversammlung am...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Führungswechsel im Vierzylinder : BMW muss sich ändern Ein Kommentar von Henning Peitsmeier 05. 2026, 21:59Lesezeit: 3 Min. Der Neue in München: Produktionsvorstand Milan Nedeljković tritt nach der Hauptversammlung am 13.
Mai die Nachfolge von BMW-Chef Oliver Zipse an. Foto dpaOliver Zipse hat den bayerischen Autokonzern gut durch Krisen und Kriege gesteuert. Aber Nachfolger Milan Nedeljković kann so nicht weitermachen.
Die Einzelheiten
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Genau in dieser Ausgangslage liegt für seinen Nachfolger die Schwierigkeit: Wer auf eine solide und erfolgreiche Amtszeit folgt, wird nicht an Problemen gemessen, die er löst, sondern an hohen Erwartungen, die er erfüllen muss. Hochleistungschips aus ChinaWenn Milan Nedeljković in wenigen Tagen an die Vorstandsspitze rückt, wird er Zipses Linie nicht fortsetzen können – eine solche Kontinuität würde ihm ohnehin schnell als Ideenlosigkeit ausgelegt werden. Während sein Vorgänger lange vom starken China-Geschäft profitiert hat, muss der gebürtige Serbe auf dem weltgrößten Automarkt miterleben, wie lokale Hersteller den Ton angeben.
Dank ihrer Hochleistungschips und Lidarsysteme verfügen chinesische Autos über eine derart gute Umfelderkennung, dass enge Parkhäuser, Baustellen oder Kreisverkehre keine Hindernisse mehr sind. Ein Aito M9 etwa, ausgestattet mit Chips von Huawei und einem modernen Laserradarsystem, kann völlig autonom durch den dichten Stadtverkehr von Peking fahren und sich auf engen Serpentinen durch Bergdörfer schlängeln. BMW hat zwar sein jüngstes Topmodell iX3 mit dem chinesischen Lieferanten Momenta speziell den lokalen Marktanforderungen angepasst, kann aber dem Aito M9 die Technologieführerschaft nicht streitig machen.
Was Experten sagen
Früher war BMW mit Mercedes führend im Design, in der Technologie und Qualität, heute sind das die Xiaomis, Aitos und BYDs. Neue Anforderungen an das LuxussegmentDie Digitalisierung im Fahrzeug, Softwarearchitekturen und autonome Funktionen verändern die Regeln des Luxussegments. Die von Zipse für mehr als zehn Milliarden Euro entwickelte Technologieplattform der sogenannten Neuen Klasse erfüllt den Anspruch westlicher, softwaredefinierter Fahrzeuge.
In China wird aber schon mit den KI-definierten Fahrzeugen als lernendes System weitergedacht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





