
Geht Österreich jetzt schärfer gegen Wladimir Putins Spione vor?
Bild vergrößern Antennenwald auf russischem Botschaftsgebäude in Wien: »Flugzeugträger« für Agenten Foto: Karl Schöndorfer / APA-Images / picture alliance Die Lage: Inside Austria Geht Österreich jetzt schärfer gegen...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bild vergrößern Antennenwald auf russischem Botschaftsgebäude in Wien: »Flugzeugträger« für Agenten Foto: Karl Schöndorfer / APA-Images / picture alliance Die Lage: Inside Austria Geht Österreich jetzt schärfer gegen Putins Spione vor? Von Oliver Das Gupta, Wien Wien gilt seit Jahrzehnten als Drehkreuz für Agenten. Nun hat die Regierung Stocker drei russische Diplomaten wegen Spitzelverdachts ausgewiesen.
Die Regierung spricht von einem Kurswechsel. 02 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (7 Minuten) 7 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
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Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Österreich hat drei russische Botschaftsangehörige des Landes verwiesen – und das offiziell mit deren mutmaßlichen Spitzeltätigkeiten begründet. Es sei inakzeptabel, dass diplomatische Immunität genutzt werde, um Spionage zu betreiben, sagte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger.
Dies sei der russischen Seite unmissverständlich mitgeteilt worden. »Spionage ist ein Sicherheitsproblem für Österreich«, sagte die Chefin der liberalen Neos. Die Regierung von Kanzler Christian Stocker (ÖVP) habe einen Kurswechsel vollzogen und gehe konsequent dagegen vor.
Was Experten sagen
Auch die bislang laxen Abwehrgesetze gegen Agenten sollen verschärft werden. Dutzende Satellitenschüsseln und andere Lauscheinrichtungen sind auf den Dächern der russischen Botschaft und anderen konsularischen Einrichtungen in Wien installiert. Angeblich soll Russland einige der Abhöranlagen abgebaut haben.
»Wir betrachten diesen unfreundlichen Schritt als ausschließlich politisch motiviert und kategorisch inakzeptabel«, sagte die russische Vertretung. Mehr zum Thema Laptop und USB-Sticks geklaut: Jan Marsalek ließ offenbar russische Agenten bei Journalist einbrechen Von Roman Lehberger und Fabian Schmid Österreichs Russlandverbindungen: So wurde Wien für Putins Agenten attraktiv Aus Wien und Berlin berichten Oliver Das Gupta und Martin Knobbe Spionage im Wien der Nachkriegszeit: Russisches Roulette Von Karina Urbach Sehr nachhaltig dürfte der Rauswurf der drei Russen aber nicht sein. Denn der Kreml hat mehr als 200 Personen als diplomatisches Personal deklariert – auffällig viel in einem Land mit nur neun Millionen Einwohnern.
Ein nicht unbeträchtlicher Teil davon dürfte für einen der russischen Geheimdienste spitzeln. Wien sei ein regelrechter »Flugzeugträger« für russische Agenten, stellte vor Jahren schon ein westlicher Diplomat fest. Das militärisch neutrale Österreich gilt seit Jahrzehnten als Drehscheibe für ausländische Spione.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





