
Gerhard Schröder, Ukraine und Russland: Oleksij Makejew lehnt Vermittlerrolle für Altkanzler ab
Putin-Vorschlag für Gespräche mit Kyjiw Ukrainischer Botschafter Makejew lehnt Vermittlerrolle für Schröder strikt ab Wladimir Putin hat seinen Freund Gerhard Schröder als Vermittler im Ukrainekrieg ins Spiel gebracht....
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Putin-Vorschlag für Gespräche mit Kyjiw Ukrainischer Botschafter Makejew lehnt Vermittlerrolle für Schröder strikt ab Wladimir Putin hat seinen Freund Gerhard Schröder als Vermittler im Ukrainekrieg ins Spiel gebracht. Kyjiws Botschafter Oleksij Makejew hält nun dagegen: Dem SPD-Altkanzler fehle »die politische Legitimität«. 54 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Ukrainischer Botschafter Makejew über Gerhard Schröder: »Nicht, dass er am Ende versehentlich am falschen Tisch Platz nimmt« Foto: Uwe Koch / HMB Media / picture alliance Der Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin, den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Vermittler in Friedensgesprächen zu machen, wird von ukrainischer Seite abgelehnt. »Wir brauchen keine Vermittler.
Die Einzelheiten
Wir brauchen Verbündete«, sagte der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksij Makejew, dem SPIEGEL. »Wer über Jahre russische Interessen in Deutschland vertreten hat, besitzt weder die moralische noch die politische Legitimität, heute als Vermittler aufzutreten. « Makejew, der derzeit den deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius bei dessen Besuch in Kyjiw begleitet, fügte mit Blick auf den früheren SPD-Politiker Schröder hinzu: »Nicht, dass er am Ende versehentlich am falschen Tisch Platz nimmt.
«Nouripour über Schröder-Vorschlag: »Schlechter Witz«Auch Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour von den Grünen lehnte Schröder als möglichen Vermittler bei Gesprächen zwischen Moskau und Kyjiw ab. »Dass Putin Schröder ins Spiel bringt, ist ein schlechter Witz«, sagte Nouripour dem SPIEGEL. »Dass die SPD darauf sofort anspringt, zeigt, dass die Sozialdemokratie schlechte Gewohnheiten der Moskau-Connection nicht einfach abgelegt bekommt.
« Bild vergrößern Bundestagsvizepräsident Nouripour (Grüne): »Schlechte Gewohnheiten der Moskau-Connection« Foto: F. Kern / Future Image / IMAGO Dieser Konflikt brauche »keinen Vermittler aus Deutschland, sondern eine Stärkung der gemeinsamen europäischen Haltung«, so Nouripour weiter. Mit Blick auf mögliche andere deutsche Persönlichkeiten für eine Vermittlerrolle sagte der Grünenpolitiker: »Wenn die EU jemanden aus Deutschland beruft, ist das dann eine erfreuliche Nachricht.
Was Experten sagen
«Russlands Präsident Putin hatte am Samstag den mit ihm befreundeten Altbundeskanzler Schröder als Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht. SPD-Außenpolitiker zeigten sich daraufhin offen für den Vorschlag . »Jedes Angebot muss ernsthaft geprüft werden, wie verlässlich es ist«, sagte etwa Adis Ahmetović, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem SPIEGEL.
Man dürfe »nicht akzeptieren, dass allein die USA und Russland über die Zukunft der Ukraine und der europäischen Sicherheit entscheiden«, so Ahmetović. Zuspruch kam auch vom SPD-Abgeordneten Ralf Stegner.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





