
GesundheitsReform: Macht mit, liebe Mediziner!
GesundheitsReform : Macht mit, liebe Mediziner! Ein Kommentar von Christian Geinitz 15.05.2026, 22:23Lesezeit: 3 Min. Medizinerprotest während des Deutschen Ärztetags in HannoverdpaÄrzte sollten die Veränderungen der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. GesundheitsReform : Macht mit, liebe Mediziner! Ein Kommentar von Christian Geinitz 15. 2026, 22:23Lesezeit: 3 Min.
Medizinerprotest während des Deutschen Ärztetags in HannoverdpaÄrzte sollten die Veränderungen der gesetzlichen Krankenversicherung vorantreiben. Dann wären sogar Beitragssenkungen für die Versicherten drin. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In Städten, in denen der Deutsche Ärztetag stattfindet, steigen sofort wesentliche Kennzahlen: die Dichte der Doktortitel und der Krawatten etwa oder der Intelligenzquotient – schließlich reisen auch Medizinstudenten an.
Die Einzelheiten
Die Durchschnittseinkommen nehmen in dieser Zeit ebenfalls zu. Man gönnt den Ärzten den Gehaltsvorsprung wegen ihrer langen Ausbildung und der großen Verantwortung. Trotzdem sprechen sie ungern über ihren vergleichsweise hohen Lebensstandard.
Das war auch auf dem gerade zu Ende gegangenen 130. Ärztetag in Hannover so, einer Stadt, der das bürgerliche Standestreffen besonders guttat. Die Zurückhaltung heißt nicht, dass die Delegierten des Ärzteparlaments nicht übers liebe Geld redeten, im Gegenteil.
Aber sie taten es nach dem Sankt-Florians-Prinzip: Wie viele weitere Berufsgruppen sind sie der Meinung, dass die Spargesetze von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sie über Gebühr schröpften, während andere Akteure weitgehend ungeschoren davonkämen, vor allem „der Staat“. Klingbeil handelt nicht unanständigGanz falsch ist die Klage über Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) nicht, aber auch nicht ganz richtig. In den Eckwerten zum Haushalt 2027 erleidet Warkens Haus die prozentual größten Einbußen hinter dem Entwicklungsministerium.
Was Experten sagen
Trotzdem überweist der Bund noch immer Haushaltsmittel von 12,75 Milliarden Euro an die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), dreieinhalb Prozent ihres Gesamtbudgets. Der Rückgang um 1,75 Milliarden ist angesichts von Klingbeils Etat-Nöten nicht unanständig. Er empört aber viele, weil die Regierung zu wenig Geld zu den Behandlungskosten von Bürgergeldempfängern zuschieße.
Die Finanzierung von Personen, die nie in die GKV eingezahlt hätten, sei keine Aufgabe der Beitragszahler. Die Rechnung ist einfach: Die Kassen ziehen von den Ausgaben für die Grundsicherungsbezieher die vom Bund gezahlten Pauschalen ab und kommen entrüstet zu dem Ergebnis, Berlin bringe zwölf Milliarden Euro im Jahr zu wenig auf. Kein Wunder, dass die Ärzte, die jetzt Honorarkürzungen fürchten, auf die Barrikaden gehen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





