
Großkunde Apple: Das Varta-Batteriedrama hat hausgemachte Gründe
Großkunde Apple : Das Varta-Batteriedrama hat hausgemachte Gründe Ein Kommentar von Benjamin Wagener, München 19.05.2026, 12:59Lesezeit: 2 Min. Knopfzellenproduktion von Varta auf der Ostalb: Apple bestellt nicht mehr...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Großkunde Apple : Das Varta-Batteriedrama hat hausgemachte Gründe Ein Kommentar von Benjamin Wagener, München 19. 2026, 12:59Lesezeit: 2 Min. Knopfzellenproduktion von Varta auf der Ostalb: Apple bestellt nicht mehr in Baden-Württemberg.
dpaDie neuerliche Krise des schwäbischen Unternehmens hat eine ähnliche Ursache wie der Absturz vor zwei Jahren. Es hat sich von einem einzigen und dazu noch sehr mächtigen Kunden abhängig gemacht. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Bei Varta auf der Ostalb ist genau das passiert, was nie hätte passieren dürfen.
Die Einzelheiten
Der Kunde, auf dem das Geschäft des wichtigsten Bereichs basiert, springt ab – und kauft seine Batterien nicht mehr in Baden-Württemberg, sondern in Asien ein. Was die Tatsache für den Hersteller so fatal macht, ist ein Fehler, den der Vorgänger des aktuellen Vorstands und der damalige Aufsichtsrat vor mehr als fünf Jahren gemacht haben. Und der das Unternehmen im Herbst 2022 in eine existenzielle Krise gestürzt hat.
Varta hat sich abhängig gemacht von den Bestellungen des US-amerikanischen Technologiekonzerns Apple und sich so ein exorbitantes Klumpenrisiko geschaffen. Das Unternehmen hat allein für die Aufträge aus Kalifornien seine Produktionskapazitäten ausgeweitet und auf die fortlaufenden Abrufe von Apple angewiesen, um Zins und Tilgung der für die Produktionsanlagen aufgenommenen Kredite zu bezahlen. Als Apple seine Bestellungen reduzierte, um einen zweiten Zulieferer aufzubauen und nicht allein auf den schwankenden Hersteller auf Schwaben angewiesen zu sein, begann das Batteriedrama von der Ostalb.
Keine Frage, Apple gehört zu den Konzernen, die ihren Zulieferern bestimmt nichts schenken. Und die Klagen von Managern, die darüber berichten, wie das kalifornische Unternehmen seine Einkäufer nach Ellwangen und Nördlingen geschickt hat, um Druck aufzubauen, damit die Produktion erhöht und die Zulieferer des Zulieferers noch weiter ausgepresst werden, sind berechtigt. Allerdings haben der damalige Vorstandschef Herbert Schein und vor allem der damalige Aufsichtsratschef Michael Tojner die mit einer solchen Abhängigkeit verbundenen Gefahren nicht gesehen und bewusst ignoriert.
Sie habe sich nur im Glanz von zweistelligen Wachstumsraten gesonnt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





