
Gründung von Registratur: Cate Blanchett legt gegen KI-Missbrauch los
Gründung von Registratur : Cate Blanchett legt gegen KI-Missbrauch los Von Nina Rehfeld 18.05.2026, 11:02Lesezeit: 3 Min. Ergreift die Initiative gegen KI-Raubzüge: Cate Blanchett am Sonntag bei den Filmfestspielen in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Gründung von Registratur : Cate Blanchett legt gegen KI-Missbrauch los Von Nina Rehfeld 18. 2026, 11:02Lesezeit: 3 Min. Ergreift die Initiative gegen KI-Raubzüge: Cate Blanchett am Sonntag bei den Filmfestspielen in CannesAFPMit KI gefakte Profile von Menschen fluten das Netz.
Das Werkzeug dafür haben KI-Konzerne geschaffen. Die Schauspielerin Cate Blanchett wendet sich nun dagegen – mit einer Registratur, in die sich jeder eintragen kann. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Tom Cruise, der im Bademantel vor einer Villa tanzt.
Die Einzelheiten
Eine gefälschte Predigt von Papst Leo XIV. Jerry Seinfeld in „Pulp Fiction“. Tom Hanks, der kuriose Diabetesmittelchen anpreist.
Der Astrophysiker Brian Cox, der Kometen als Alienraumschiffe enttarnt: Schon seit Jahren tummeln sich bei Instagram, Tiktok oder auf der Plattform X KI-Klone von Prominenten. Das Phänomen prägt die Plattformen weltweit, die organisierte Kriminalität hat KI-Fakes für sich entdeckt, die KI-Konzerne selbst sind in der Lage, alles und jeden digital zu klonen. Der rechtliche Schutz vor derartigen Übergriffen auf Identität und geistiges Eigentum ist unzureichend, vor allem in den USA.
Mit der Gründung der gemeinnützigen Registratur RSL Media hat sich die Schauspielerin und Oscarpreisträgerin Cate Blanchett jetzt an die Spitze einer Initiative gesetzt, mit der sich Schauspieler und Kreative gegen die Selbstbedienung an ihrer Erscheinung, Stimme und ihren Werken durch KI-Konzerne wenden. RSL steht für „Right to Self-Likeness“, etwa: das Recht an der eigenen Erscheinung, und die Idee ist simpel: Hier kann jeder in maschinenlesbarer Form die Bedingungen für die Nutzung seiner eigenen Identität, seiner Werke, seiner Figuren und Marken festlegen, um KI-Bots Einhalt zu gebieten. Man kann die Nutzung genehmigen, sie gegen Vergütung erlauben oder verbieten.
Was Experten sagen
Es geht nicht mehr um SpezialeffekteUm die Besitzansprüche von Kreativen auf das eigene digitale Image wurde in Hollywood zuerst während des Streiks von 2023 zwischen Gewerkschaften und Studios gestritten. Aber längst geht es nicht mehr um Spezialeffekte, mit denen Schauspieler geklont, verjüngt, neu zusammengesetzt werden. Die KI-Konzerne lassen ihre Programme schlicht die gesamte Welt im Netz abgrasen und nach Wunsch neu zusammensetzen.
Rücksicht auf Rechte anderer, auf das Recht am eigenen Bild oder das Recht auf geistiges Eigentum nehmen die Konzerne nicht. Die Gesetzgebung hält nicht Schritt, im US-Kongress ist seit April 2025 mit dem „NO FAKES Act“ eine Gesetzesvorlage anhängig, die die unautorisierte Produktion und Verbreitung von KI-Deepfakes strafbar macht. „Ein menschliches Grundrecht“„KI-Technologien entwickeln sich rasend schnell“, sagte Blanchett zur Gründung von RSL Media, „ohne jede Überprüfung oder Regulierung.
Damit Menschen dieser Technologie voraus sein können, muss Zustimmung der erste Schritt sein.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





