
Hausgerätehersteller: Betriebsrat legt Rettungskonzept für Bosch-Werk in Bretten vor
Hausgerätehersteller : Betriebsrat legt Rettungskonzept für Bosch-Werk in Bretten vor Von Benjamin Wagener, Ravensburg 30.04.2026, 17:25 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Betriebsratsvorsitzender Kristian...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Hausgerätehersteller : Betriebsrat legt Rettungskonzept für Bosch-Werk in Bretten vor Von Benjamin Wagener, Ravensburg 30. 2026, 17:25 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Betriebsratsvorsitzender Kristian Kipcic-Suta: „Wirtschaftliche Fortführung der Produktion ist möglich.
“ Frank Röth Die Werker der Brettener Herdfabrik kämpfen um ihre Jobs. Nun liegt Bosch-Siemens-Hausgeräte ein Plan vor, wie die Produktion weiterlaufen könnte. Keine Hoffnung gibt es hingegen für die Waschmaschinenfabrik in Nauen.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Ende der Fabrik wäre ein tiefer Einschnitt in die Industriegeschichte der Stadt Bretten: Der Betriebsrat des Brettener Werks von Bosch-Siemens-Hausgeräte (BSH) hat der Geschäftsführung des Hausgeräteherstellers am Donnerstag aber nun ein Konzept zur Rettung der Produktion in der badischen Stadt vorgelegt. Eine Abordnung um Betriebsratschef Kristian Kipcic-Suta reiste dazu in die BSH-Zentrale nach München und verhandelte dort mit Finanzchef Thorsten Lücke und mit Produktionschef Lars Schubert. Die Tochtergesellschaft des Bosch-Konzerns hatte im Oktober angekündigt, die Produktion von Herden und Dunstabzugshauben in Bretten bis März 2028 und die Herstellung von Waschmaschinen im brandenburgischen Nauen bis Mitte 2027 einzustellen.
Betroffen von der Schließung sind etwas mehr als 1400 Mitarbeiter, davon rund 440 in Nauen und rund 980 in Bretten. Ausbau der Dunstabzugshauben-Produktion Das nun vorgestellte Konzept zur Rettung des Werks in Bretten sieht vor, dass die Produktion von Dunstabzugshauben ausgebaut und weiter automatisiert wird. Insbesondere sollen Aufträge, die BSH bislang an externe Unternehmen vergibt, wieder bei BSH gefertigt werden.
Bretten ist das einzige Werk im europäischen Produktionsverbund von BSH, das klassische, über den Herdplatten angebrachte Dunstabzugshauben herstellt. „Mit unserem Konzept zeigen wir, dass eine wirtschaftliche Fortführung der Produktion in Bretten ohne betriebsbedingte Kündigungen möglich ist“, sagte Kipcic-Suta nach den Verhandlungen. „Wir sehen realistische Chancen, große Teile der Produktion dauerhaft am Standort zu halten.
Was Experten sagen
“ Die Produktion von Herden und Backöfen wollen die Arbeitnehmervertreter später als von der BSH-Geschäftsführung vorgeschlagen auslaufen lassen, um die natürliche Fluktuation für den Abbau von Stellen zu nutzen. Vom Jahr 2030 an soll das Herdwerk in Bretten dann als Absicherungswerk zur Verfügung stehen, falls die Nachfrage wieder anzieht. Mit dem Auslaufen der Herdproduktion würde in Bretten eine mehr als hundertjährige Tradition enden: 1877 hatte Carl Neff in der Stadt eine Werkstatt für Kohleöfen gegründet, aus der sich später Europas erste Fabrik für Backöfen entwickelt hat.
Das Werk und die Marke Neff hatte BSH Anfang der Achtzigerjahre übernommen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





